Fallout 76 – Die Tagebücher der Aufseherin

Fallout 76 - Tagebücher der Aufseherin
©Bethesda (Gameplay: Paterick) Werden wir die Aufseherin jemals wieder sehen?

In den Hauptquest´s von Fallout 76 haben wir unzähligen Holobändern der Aufseherin gelauscht – sie leiteten uns, sie ermahnten uns.
Und dennoch, viel ist uns über die besagte Aufseherin von Vault 76 nicht gewahr geworden – noch immer umgeben Sie so viele Geheimnisse und wir wissen absolut nichts über ihren jetzigen Aufenthaltsort.

Doch es gibt eine Möglichkeit zumindest mehr über Ihre Person in Erfahrung zu bringen. Tagebücher: die Aufseherin hat an sechs Stationen Ihrer Vergangenheit Halt gemacht und Holobänder in Form eines Tagebuchs für uns zurück gelassen.

Ihr Leben, Ihr Schicksal… Werden wir nun in der Nebenquest „Persönliche Angelegenheiten“ endlich Antworten auf all unsere Fragen erhalten oder müssen wir uns bis zur Veröffentlichung von Wastelanders gedulden?

Landwirtschaftliches Vault-Tec-Forschungszentrum

Fallout 76 - Tagebücher der Aufseherin
©Bethesda (Gameplay: Paterick) Ein gewisser MacFadden hat hier in den Jahren 2093 – 2094 mit Hilfe der Responder gewirkt. Er wollte den Farmbetrieb wieder zum Laufen bringen, um für ausreichend Nahrung zu sorgen. Für dieses hohe Ziel, ließ er Frau und Kinder zurück… Letztendlich wurde er wohl ein Opfer der Mr. Farmhands.

Eintrag 1: Aufseher … Nennen wir diese Dinger „Tagebücher“. Das ist kein offizielles Logbuch. Nur … etwas für mich. Das Landwirtschaftszentrum. Einer meiner ersten Jobs bei Vault-Tec. Ich hatte mich ziemlich gefreut, weil ich als Kind immer auf dieser einen Farm gewesen war. Ich weiß noch, dieses eine Jahr … beim Herbstfest. Ich bin durch das Maislabyrinth gelaufen. Kreuz und quer.

Mama und Papa riefen, dass ich es langsam angehen lassen sollte. Ha! Auf keinen Fall. Ich schätze, ich wollte immer ganz schnell hoch hinaus. Eine Pfadfinderpionierin zu sein, hat nicht gereicht – ich musste Truppenführerin werden.
Eine gute Schülerin zu sein, war zu wenig – ich musste überall Einsen haben.

Mensch, mir fehlt diese Zeit. Einfach nur … ein Kind zu sein. Wir drei. Unser einfaches Leben. Unser einfaches Haus. Ob es wohl noch steht … ?

Sutton

Fallout 76 - Tagebücher der Aufseherin
©Bethesda (Gameplay: Paterick) Das Elternhaus der Aufseherin. Hier ist sie in sehr bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen…

Eintrag 2: Persönliches Aufseher-Tagebuch. Hallo, Mama. Hallo, Papa. Ich bin zu Hause. Tut mir leid, dass es so lang gedauert hat. Ich … ich konnte mir nicht frei nehmen. Ich weiß, dass ihr das nicht mehr hören werdet. Aber ihr fehlt mir. Es fehlt mir, wie Papa Aufsätze auf dem Wohnzimmertisch benotet hat. Mir fehlt, wie wir drei uns um das Radio gedrängt und „Silver Shroud“ gehört haben.

Papa, du hattest recht, was das Leben unter der Erde anging. 25 Jahre mit denselben Leuten eingesperrt zu sein, war eine … Herausforderung. Aber wie sie zusammenkamen, geheiratet haben, Kinder kriegten … Ich glaube, ich habe ein bisschen was von dem mitbekommen, was du und Mama mir immer gesagt haben.
Tja, da ich sowieso schon diese Reise in die Vergangenheit unternehme, wäre vielleicht ein Spaziergang zur alten Highschool angebracht …

Fallout 76 - Tagebücher der Aufseherin
©Bethesda (Gameplay: Paterick) Gläubige Raider hatten Sutton in Ihrer Gewalt und in der Kirche zeichnet sich ein besonders grausames Bild ab. Laut dem Anführer-Tagebuch hatte es etwas mit einem Seidenhöschen und Rattengift zu tun. Wir erfahren auch, dass Margie McClintock von den Knallharten in Sutton die Führung übernehmen sollte…

Morgantown-Highschool

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©Bethesda (Gameplay: Paterick) Hier gibt es nicht viel zu erfahren, es sei denn euch interessieren die Notenmanipulationen ganz aufgeweckter Schüler der Vorkriegszeit (der Schlüssel zum Büro des Direktors befindet sich übrigens in einem Spind neben der Dusche). Wichtiger für uns ist hier der Hinweis eines Reisenden, dass Watoga verloren sei…

Eintrag 3: Persönliches Aufseher-Tagebuch. Ich war in der 11. Klasse, als ich die Nachricht erhielt, dass Mama gestorben war. Ein Bergbauunfall. In jeder Familie in West Virginia gab es so etwas. Man … dachte nur immer, man würde nie selbst davon betroffen sein. Papa war am Boden zerstört. Ich hielt mich noch mehr in der Bibliothek auf als zuvor, obwohl ich sowieso schon fast dort gewohnt hatte.

Und Evan … Mann … Evan. Mama hatte uns erst ein paar Monate vorher miteinander bekanntgemacht. Hatte ein Jahr vor mir die Schule beendet und sofort im Bergbau gearbeitet. So stattlich. Und diese Arme. Welches Mädchen aus West Virginia könnte dem widerstehen? Unglaublich, dass er bei mir geblieben war.
Nach der Beerdigung wollte ich niemanden in meiner Nähe haben, aber er war da. Nach der Schicht kam er mit einer Lunchbox für uns in die Bibliothek. Jeden Tag. Als die Jobmesse stattfand und ich die Leute von Vault-Tec traf, war das wie eine Offenbarung.

Familien beschützen, ihre Zukunft beschützen, Amerika beschützen. Als ich meine Zulassung zur Vault-Tec-Universität bekam, ging ich als Erstes mit Papa zu Mamas Grab. Er war froh, dass ich in West Virginia blieb. Und ich auch.

Vault-Tec-Universität

Fallout 76 - Tagebücher der Aufseherin
©Bethesda (Gameplay: Paterick) Die Vault-Tec-Universität (kurz VTU) verbirgt einen Muster-Vault im Keller und ja, der Spruch mit den Leichen im Keller bewahrheitet sich hier in Vielerlei Hinsicht. Die detaillierten Hintergründe könnt ihr einem früheren Artikel entnehmen, hier würde es dann doch etwas den Rahmen sprengen.

Eintrag 4: Persönliches Aufseher-Tagebuch. Vier Jahre lang drehte sich alles nur um Vault-Tec. Ich hatte hervorragende Noten und trug beim Abschluss den Aufseher-Anzug. Papa war so stolz auf mich. Er kam, obwohl er schon krank war. Ich hatte wohl die richtigen Leute beeindruckt, da mir der nächste verfügbare Aufseher-Posten angeboten wurde. Ich war gerade erst mit der Uni fertig! So was dauert eigentlich Jahre.

Vielleicht wussten sie, dass der Krieg unvermeidlich war. Als ich erfuhr, dass Vault 76 gebaut werden würde, freute ich mich so sehr, dass ich aufsprang und durchs Wohnzimmer tanzte. Appalachia würde sicher sein, was auch geschehen sollte. Genau in dem Augenblick machte Evan mir einen Antrag, dieser Dummkopf.
Er wusste, dass ich nicht Nein sagen würde, nachdem ich die Neuigkeiten gehört hatte. Er kannte mich besser als irgendjemand sonst … Papa starb ein paar Monate, nachdem Evan und ich zusammengezogen waren. Er hatte mich unbedingt zum Altar führen wollen.
Na ja, eigentlich ging es dort auch gar nicht hin, von daher … Ich glaube, es wird Zeit, nach Hause zu gehen. Das schulde ich Evan.

Welch

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©Bethesda (Gameplay: Paterick) Das ehemalige Haus der entlobten Aufseherin… Hier gibt es nichts als den Tod!

Eintrag 5: Persönliches Aufseher-Tagebuch. Vault 76 wurde für die besten und klügsten Köpfe gebaut, aber … nicht alle Vaults waren dafür bestimmt. Das Programm zur Erhaltung der Gesellschaft. Ich sollte davon gar nichts wissen, aber als ich es herausfand … Evan wollte, dass ich es der Presse erzähle, aber … ich tat es nicht. Ja, Experimente an Vault-Bewohnern waren unethisch, aber das Ziel, die am besten geeigneten Personen für die Neubevölkerung zu finden, Menschen in Extremsituationen zu verstehen – was, wenn das unsere einzige Möglichkeit war, zu überleben?

„Wir können nicht jeden retten“, das hatten sie uns immer gesagt. Und ich dachte – und denke immer noch -, dass sie recht hatten. Vault-Tec fand heraus, dass ich es wusste. Ich dachte, man würde mich feuern oder einsperren, doch stattdessen vertrauten sie mir.
Vault 76 sollte ein Kontroll-Vault sein. Kein Experiment. Ich war so erleichtert, aber … sie sagten mir, dass ich Vault 101 zugewiesen werden würde, in Washington D.C. Ich musste West Virginia … und meine Familie verlassen. Das konnte ich nicht hinnehmen. Ganz gleich, was dafür nötig war.
Es tut mir so leid, Evan. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass ich eine andere Entscheidung getroffen hätte – gemeinsam in diesem Haus zu sterben, als die Bomben fielen. Ich habe nie aufgehört, an dich zu denken, und ich gebe nicht auf, bis ich herausgefunden habe, was passiert ist.
Wenn du nicht hier bist, gibt es nur einen Ort, an dem du sein kannst. Im Bergwerk.

Mount Blair

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©Bethesda (Gameplay: Paterick) Wir erhalten die zweifelhafte Aufgabe jemanden zu töten, und wir haben es schon einmal getan – richtig, den Freund von Raider Rose haben wir ebenfalls getötet… Zwar nicht in ihrem Auftrag, aber spielt das jetzt noch eine Rolle?

Eintrag 6: Persönliches … Persönliches Aufseher-Tagebuch … Ich habe ihn gefunden. Evan. Er ist dort unten, wie ich gedacht hatte. Aber ich … ich war nicht davon ausgegangen, dass er … eines von diesen Dingern wäre.

Die grünen Läsionen in seinem Gesicht … Oh Gott … Das habe ich ihm angetan. Das ist alles meine Schuld. Sie sagten mir, ich könnte Vault 76 haben, aber nicht, wenn ich verheiratet wäre. Evan hätte eine Ausnahme für Eheleute und einen Platz im Vault bekommen müssen. Aber … es gab jemand Qualifizierteren.
Einen Ingenieur mit den Fähigkeiten, beim Wiederaufbau zu helfen. Er war ein entfernter Cousin eines Vault-Tec-Managers und erfüllte fast alle Bedingungen … Vault 76 war für die besten und klügsten Köpfe gedacht, und Evan konnte sich nicht qualifizieren. Tief in mir wusste ich, dass sie recht hatten.

Also löste ich die Verlobung. Ich … opferte ihn. Für den Vault. Für Appalachia. Ich weiß, was ich tun muss, aber ich … ich kann es einfach nicht. Ich liebe ihn. Ich habe ihn schon einmal getötet. Ich schaffe das kein zweites Mal. Bitte, ich habe alles für Vault 76 gegeben. Sie waren alle so brillant.
Die ersten Jahre waren schwierig, aber wir haben gelernt, einander zu vertrauen. Sie haben gelernt, mir zu vertrauen. Ich war jung, so jung … Jünger als die meisten von Ihnen.

Aber Sie haben mich als Ihre Aufseherin angenommen. Also müssen Sie das für mich tun. Geben Sie Evan seine letzte Ruhe. Er hat das alles nicht verdient. Die Verbrannten. Die Ausrottung dieser Seuche.
Es geht nicht mehr nur ums Überleben. Das ist was Persönliches. Wir müssen die Atomraketen sichern. Und diese Krankheit besiegen.

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Paterick
Paterick ist der Fallout-Experte des Teams. Er hat sich mit Fallout 3 und New Vegas an der Serie festgebissen und wandert nun auch schon lange durch das Ödland des vierten Teils. In Sachen Überleben gegen Ghule, Raider und Todeskrallen macht ihm so schnell keiner etwas vor.

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