Rust – Das ‚Compound-Update‘ bringt Safezone-Monument unter KI-Kontrolle

Rust - The Compound Update

Mit dem heutigen Compound-Update führen die Entwickler eine große Neuerungen in Form eines NPC-kontrollierten Monuments ein, das als Safezone fungiert. Außerdem erhält der Survival-PvP-Titel weitere Inhalte in Form von Tauch-Ausrüstung, Unterwasser-Tauchstellen mit Loot und First Person-Clothing.

Das Update führt zu einem Map-Wipe, die gesammelten Blueprints der Spieler bleiben allerdings erhalten (offizielle Server).

Compound

Es wurde ein neues Monument zum Spiel hinzugefügt – der Compound. Dieser wird von den Wissenschaftler-NPC’s kontrolliert und soll als eine Art Safezone fungieren.
Innerhalb dieser Zone gelten bestimmte Regeln:

  • Keine Waffen
  • Kein Looten
  • Keine Tötungen
  • Kein Schlafen

Wer gegen eine dieser Regeln versteht, wird als Bedrohung markiert und die Wissenschaftlicher sowie ihre Selbstschussanlagen werden das Feuer eröffnen.
Dieser Bedrohungsstatus hält auch über den Tod hinaus an.

Wer sich dagegen an die Regeln hält, ist dazu eingeladen, den großen Komplex zu erkunden und mit anderen Spielern auf nicht-bedrohliche Weise zu interagieren.
Außerdem kann eine Reihe von Verkaufsautomaten benutzt werden, an denen man unterschiedliche Items erwerben kann:

  • Grundkleidung
  • Fallen und Waffen
  • Ressourcen-Austausch
  • Komponenten
  • Werkzeuge
  • Bau-Materialien

Zusätzlich dazu gibt es in diesem Monument auch einen Recycler, eine Reperaturbank und einen Erforschungstisch.

Die Entwickler gehen es selbst an

Für über ein Jahr hatten die Entwickler die Hoffnung, das solche Zonen von den Spielern selbst erbaut und mit Peacekeeper-Türmen ausgestattet werden. Allerdings wurde die Idee nicht sonderlich angenommen – und so nehmen die Entwickler die Sache selbst in die Hand.

Allerdings handelt es sich hierbei um eine erste Version des Monuments, das im Laufe der Zeit sicherlich noch angepasst wird.

Taucher-Ausrüstung

Man kann nun ein komplettes Set an Tauch-Ausrüstung in den Kisten der Insel finden. Jedes Teil hat dabei eine eigene Funktion, die euch beim Schwimmen und Tauchen hilft:

  • Taucherbrille – Ihr könnt unter Wasser sehen.
  • Pressluft-Flasche – Man kann für 10 Minuten unter Wasser atmen. Kann wieder aufgefüllt werden.
  • Tauchflossen – Man bewegt sich schneller im Wasser – und langsamer an Land.
  • Tauch-Anzug – Man kühlt auch im kalten Wasser nicht aus.

Schiffswracks und Felsformationen

Die neue Tauch-Ausrüstung soll natürlich auch einen Zweck haben. Und so haben die Entwickler eine Vielzahl an Tauch-Stationen unter Wasser angelegt. Man kann Felsformationen finden, an denen der Loot respawnt – und temporäre gesunkene Schiffe.
Jede Loot-Kiste ist unter Wasser verankert und muss erst gelöst werden, bevor man an den Loot kommt. (Dazu muss man E drücken und halten)

Selbstschussanlage

Die Wissenschaftler im Compound beschützen ihr Monument nicht alleine – sie haben sich auch technische Helferlein gebaut. Eine moderne Selbstschussanlage wird das Feuer auf jeden eröffenen, der sich nicht an die oben genannten Regeln hält:

Anti-Hack Wasserstand

Ein stetiges Problem von Rust war und ist die Anzahl an Cheatern und Hackern. In diesem Jahr war es besonders schlimm – und die Entwickler sind sich dessen bewusst. So konnten die Hacker unter anderem folgende Dinge tun:

  • Projectil-Geschwindigkeits-Hacks
  • Schnelles Ressourcensammeln
  • Schnelles Schwimmen und geduckt laufen
  • Looten von Items durch Wände hindurch
  • Items durch Wände hindurch platzieren
  • Schaden durch Wände hindurch durch ‚head-clipping‘
  • Unhörbare Nahkampf-Angriffe
  • Unhörbare Projektil-Einschläge
  • Lag beim hochladen eines Schildes
  • Schnellschuss-Bogen
  • Unendlich Sauerstoff
  • Crafting-Warteschlangen-Servercrash-Exploit
  • Chat-Benutzerinterface-Korruption

Laut André Straubmeier gibt es keine Entschuldigung dafür, Facepunch hat in diesem Punkt einfach ’nicht geliefert‘ was versprochen wurde. Aus diesem Grund hat der Entwickler den gesamten letzten Monat damit verbracht, sich dieser Probleme anzunehmen – und keines der auf der Liste aufgeführten Dinge sollte nun mehr möglich sein.

Man könne das Hacking-Problem nicht irgendwann komplett lösen, aber man will sein bestes tun – und hat auch die Entwickler von Easy Anti-Cheat (EAC) zur Rate gezogen, um eventuelle Optimierungen zu diskutieren.

Bau-System

Am Bau-System hat an sich keine großartigen Änderungen erhalten. Allerdings wurden mit der neuen Version einige Exploits behoben, die an Beliebtheit gewonnen hatten.
Darunter fallen unter anderem türlose Dach-Basen und gefächertes ‚Wall-Stacking‚, welche den Spielfluss eindeutig gestört haben.

Ansonsten gibt das neue System auch weniger Fehler aus, was dazu führt, das einige Bauvorhaben, die zwar theoretisch erlaubt aber dadurch unbrauchbar wurden, nun wieder möglich sind.
Was genau damit gemeint ist, dazu hält sich Facepunch allerdings bedeckt.

Kleidung in der First-Person Perspektive

Die Spieler von Rust warten schon lange – sehr lange – darauf, dass sie die getragene Kleidung auch an sich selbst sehen. Egal ob man einen roten Pulli trug oder einen Strahlenschutz-Anzug, der Charakter hatte immer nackte Hände und Arme.
Damit ist nun Schluss – und man sieht nun sowohl was man trägt – und auch den eventuell vorhandenen Skin des Items in der First-Person Perspektive.

KI-Neuerungen

Es wurde eine neue KI für die Wissenschaftler des Compounds hinzugefügt. Diese können strikten Patrouillenwegen folgen, Pausen machen und einen Bereich ‚überprüfen‘ und dann weiterlaufen.
Andere sind stationär und überwachen die Gegend, bis sich eine Situation ergibt, in der sie eingreifen müssen.

Die neuen Wissenschaftler verfolgen ihr Ziel ohne Gnade – und haben eine neue Fähigkeit, mit der sie ihr Ziel suchen, sobald sie es aus den Augen verlieren.

Die CH47-Wissenschaftler, sowie ihre Kollegen von Militär-Tunnel und diejenigen, die an den Müllhaufen umherstöbern wurden ebenfalls verbessert.

Unterwasser-Rendering

Der Unterwasser-Part des Spiels war bis jetzt ziemlich unwichtig und ein Platzhalter. Mit dem Neuerungen in Form von Booten, Tauch-Ausrüstungen und Loot der dadurch zu holen ist, wurden einige Änderungen nötig.

So ist das Wasser nicht mehr ‚transparent‘, wenn man nach oben schaut, sondern verschwimmt und bricht das Licht. Diese Änderung ist nun in Rust aktiv – und zusammen mit der Tauchermaske zur Verbesserung der Unterwasser-Sicht wird dies eine hohe Auswirkung auf das Tauchen haben, die sich auch darauf auswirkt, wieviel ihr von dem, was an der Oberfläche stattfindet, mitbekommt.

Rust Unterwasser-Rendering
So sieht das ’neue‘ Wasser aus, wenn man beim Tauchen nach oben schaut.

Ambient Occlusion 2.0

Wer mit Ambient Occlusion nichts anfangen kann, für den gibts eine schnelle Erklärung:
Diese Technik wird dazu benutzt, um schnell und ressourcensparend eine Verschattung der Spielumgebung, ausgehend von einer globalen Lichtquelle, zu erzeugen.
Dies gaukelt uns dann eine sehr realistische Darstellung von Licht, Belichtung und Schatten vor.

Die alte Technik, die bei Rust zum Einsatz kam, war zwar sehr schnell, aber hatte auch ihre Schwächen. Sie war an vielen Stellen viel zu dunkel und die Anpassungen daran – ohne dass die Performance dabei bei mittleren und weiten Distanzen total zusammenbrach – waren ein Problem.

Die neue Version basiert auf der neuesten, aktuellsten Technik für Screen-Space Ambient Occlusion. Sie ist um einiges genauer und robuster – und liefert ein viel realitätsgetreueres Belichtungsbild ab.

Rust - Alte und neue Ambient Occlusion

Rust - alte und neue Ambient Occlusion

Es stellte sich überraschenderweise auch heraus, dass die neue Methode schneller als die alte ist (siehe FPS-Anzeige unten links).

CPU-Rendering Optimierungen

Einige hundert Objekte nutzten die Hardware-Instanzierung nicht richtig. Dies wurde nun geändert, was sich in einer besseren Performance beim CPU-Rendering niederschlägt.
Der Unterschied sollte wahrscheinlich vor allem bei schwachen bis mittelstarken System merkbar sein.

Wasser-Rendering

Wo immer neue Dinge implementiert werden, tauchen meist auch Probleme auf. Auch das neue Unterwasser-Feature von Rust bildet da keine Ausnahme.

Aktuell arbeiten die Entwickler noch an einigen Dingen bezüglich des Unterwasser-Renderings. So funktioniert das ganze aktuell in Flüssen nicht richtig, Taschenlampen sind tiefer im Ozean nicht hell genug – und bei der Schattenberechnung gibt es ebenfalls noch Probleme.
Die Entwickler haben es leider nicht mehr geschafft, diese Probleme mit dem heutigen Update zu fixen, sind aber mit ihrer Lösung beschäftigt.

Sounds von Kettensägen und Booten

Die Kettensäge eine eine Soundüberarbeitung erhalten. Alle Sounds des Werkzeuges sind neu – und klingen ‚fieser‘.
Es gibt außerdem Sounds für das Treffen von unterschiedlichen Oberflächen, anstatt des einfachen Aufschlagsounds wie bisher. Dabei klingt die Säge nicht zu tief, surrt und brummt aber kräftig.
Entwickler Alex Rehberg merkt an, dass der Sound, wenn eine Kettensäge auf Fleisch trifft, wohl das ekeligste ist, was er jemals gemacht hat.

Die Boote haben ebenfalls eine Sound-Überarbeitung erhalten. Die Entwickler experimentierten mit einigen Motorengeräuschen und den Wassergeräuschen direkt am Boot – und sind mit dem neuen Ergebnis zufrieden.
Es gibt nun auch Sounds für das Einsteigen, Aussteigen, Schieben und Steuern des Bootes.
Wenn das Boot sich schnell bewegt, hört man manchmal dumpfe Aufschlags-Geräusche, die an das Auftreffen des Bootes auf kleine Wellen erinnern.

Mehr zum Thema:
Rust - Performance-Update werkelt an CPU & GPU-Last, KI-Neuerungen und Gameplay-Optimierungen
QuelleRust - Entwicklerblog
Chris
Chris ist ein Survival- & Sandboxgame-Fanatiker und seit den ersten Stunden der DayZ Mod und Minecraft "infiziert". Er ist außerdem Drahtzieher und Gründer der Seite und kümmert sich um eine Vielzahl unterschiedlicher News zum Genre die anfallen. Daneben ist er für die Verwaltung der Seite zuständig und kümmert sich um quasi alles, was im Hintergrund abläuft.

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