Fallout 76 – Die Überlebendengeschichten aus Flatwoods

Fallout 76 Flatwoods Überlebendengeschichten

In unserem Artikel „Fallout 76 – Die Responder-Quests Kapitel I: Willkommen in Flatwoods“ haben wir es bereits angedeutet – es gibt in Flatwoods noch so viel mehr zu entdecken und zu erfahren.
Und wir teilen unsere Erkenntnisse sehr gern mit euch. Wer also noch etwas mehr über die einstigen Bewohner wissen möchte, der bekommt jetzt mit deren Überlebendengeschichten die Gelegenheit dazu…

Dassa Ben-Ami

Wir nennen ihn nun den Großen Krieg. Er ist noch nicht lange her, und die Zeiten sind hart. Dies sind die Geschichten von Überlebenden. Mein Name ist Dassa Ben-Ami, und ich bin Responder. Ich arbeite schon seit ein paar Jahren mit den Respondern. Ich stamme ursprünglich aus Charleston, es war also nicht schwer, mich ihnen anzuschließen. Am schwierigsten war all die Arbeit. Appalachia aus Ruinen wiederaufzubauen, während sich mehr und mehr Überlebende um uns scharten. So viele sind gekommen und gegangen – und mit ihnen ihre Geschichten. Ihre Namen sind längst vergessen. Ich dachte mir, wir sollten diese Geschichten irgendwie bewahren. Ich habe also entschieden, Leute darum zu bitten, ihre Gedanken und Geschichten aufzunehmen, oder was auch immer sie der Zukunft anvertrauen wollen. Ich nenne diese Serie die Geschichten von Überlebenden. Ich fange mal selbst an. Ich war Doktorand für Anthropologie an der Vault-Tec-Universität. Mein letztes Studienjahr. Ich druckte gerade meine Doktorarbeit aus, auch ich die Sirenen hörte … Ich dachte, mein Vater, der bei Vault-Tec arbeitete, könnte uns sicher alle mitnehmen, aber … es wurden nur zwei Reservierungen gewährt. Ich weigerte mich, mitzugehen. Also ging er mit meinem kleinen Bruder in den Vault. Sie konnten mich nicht umstimmen, so sehr sie es auch versuchten. Am Ende habe ich sie rein geschubst, und das war´s. Danach kehrte ich nach Charleston zurück und … überlebte. Nach einer Weile wurden die Responder gegründet und ich hab mich gleich gemeldet. Es war wirklich hart. Die Flut … hat uns sehr mitgenommen. Zum Flughafen Morgantown und jetzt nach Flatwoods überzusiedeln war … nun … ich bleibe optimistisch. Ich bin nun seit … zwei Jahren oder so dabei. Wir haben Großes vor! Es gibt so viel, womit wir helfen können. Vielleicht können wir genug wieder aufbauen, um über die Runden zu kommen. Und bis dahin nehme ich weiter Geschichten von Überlebenden auf, wann immer ich kann. Wir sind eure Geschichte. Das war Dass Ben-Ami, bis zum nächsten Mal.

Kesha McDermott

Also, Dassa hat uns alle gebeten, unsere Geschichten für die Nachwelt zu dokumentieren. Ich glaube, das ist eine gute Idee. Hi, ich bin Kesha McDermott. Als die Bomben fielen, war ich in Watoga an der Organisation eines Wissenschaftsfests für die Highschool-Schüler beteiligt. Das Thema war die „Zukunft der Energie“. Nach den Bomben herrschte überall Chaos. Ich musste nach Nahrung suchen, geradezu tollwütige Überlebende abwehren … Es war ziemlich übel. Ich traf ein paar Kids aus der Highschool, deren Eltern nicht überlebt hatten, und wir fanden eine Weile lang gemeinsam in einem alten Haus Unterschlupf. Nach einer Weile schaffte ich es, ein altes Radio zu reparieren und wir hörten eine Mitteilung der Responder. Wir konnten uns vor Freude kaum halten! Doch die Reise von Watoga nach Flatwoods war hart. In den Bergen begegneten wir ein paar Arschlöchern, die unser Essen und unser Wasser stahlen. Ich war unglaublich froh, die Responder in Flatwoods zu finden. Zelte für alle, offene Küchen, medizinische Versorgung, Schutz – wir waren endlich sicher. Es gab da aber ein Problem: die Wasserquellen waren stark verschmutzt. Die Leute kochten das Wasser ab, aber nicht lang genug, um es trinkbar zu machen. Also meldete ich mich und sagte: „Ich kann ein Gerät bauen, um die Kontaminierung zu testen, und ich kann euch zeigen, wie man Wasser richtig abkocht.“ Und das hab ich auch gemacht. Die Welt wird wieder besser, aber nur langsam. Und wir müssen dafür sorgen, dass nicht wieder alles zusammenbricht. Dafür brauchen wir nur Zeit und Engagement. Nun ja – Zeit, Engagement und Wissenschaft!

Delbert Winters

Reverend Delbert Winters. Bin direkt hier in der Stadt geboren und aufgewachsen. Hab den Respondern meine Kirche als Außenposten zur Verfügung gestellt. Gern geschehen, übrigens. Wisst ihr, die Responder haben ´ne wichtige Mission. Sie helfen den Leuten durch dick und dünn. Bis der Himmel sich wieder öffnet und uns alle aufnimmt, jedenfalls. Als das alles passierte, dachte ich wie viele andere … Die Zeit ist gekommen. Das ist das Ende. Aber das war es nicht, was? Wir sind noch hier. Erst dachte ich, es wär ein Fehler passiert. Dass wir übersehen wurden, vergessen. Vielleicht hatten wir gesündigt … Vielleicht hatten wir nicht genug für den guten Zweck gespendet … oder in schweren Zeiten nicht genug den Namen des Herrn gelobt … oder Gedanken gehabt, die sich nicht gehören. Also fragte ich Ihn. Ich fragte … Wie? Warum? Ich hab auf Erden für dich gekämpft und ich bin bereit, im Himmel an Deiner Seite zu kämpfen! Dann sah ich in meiner Verzweiflung, wie ein paar Überlebende hinter einer Mülltonne eine rohe Ratte aßen. „Die solltet ihr erst braten.“ sagte ich. Das schien ziemlich naheliegend. Sie sagten, sie hätten es versucht, aber es hätte sie krank gemacht. Sie waren komplett verdreckt. Da wurde mir klar, dass ich einen Auftrag hatte. Von da an baute ich Küchen. Kochte gutes Essen. Gab jedem zu essen, der mit leerem Magen zu mir kam. Und ich war dankbar für diesen Auftrag. Dankbar! Beim nächsten Weltuntergang wird auch meine Zeit gekommen sein. Aber bis es soweit ist, können wir uns noch ein selbstgemachtes Essen teilen, nicht?

Interview – Freiwilligentraining: Nahrungsmittel

Dassa: Interview Nummer zwei. Pastor Delbert Winters! Hi! Ich hab dich im Wald in der Nähe des Flughafens Morgantown getroffen. Du hast Blumen gepflückt. Warum?

Delbert: Ich habe ziemlich viel gesammelt. Neulich habe ich ein Reh erlegt. Sah ziemlich … seltsam aus. Schmeckte aber gut.

Dassa: Welche einfache Mahlzeit kann jemand zubereiten, der sich bislang aus Dosen ernährt hat?

Delbert: Man könnte einen Tee aus getrockneten Blumen kochen. Das ist zwar nicht viel, beruhigt aber den Magen. Ich weiß nicht, wie diese Blume heißt. Ich nenne sie Rußblume. Wenn man sie ins Wasser gibt, kann man daraus einen Tee kochen. Das Gleiche gilt für Kaninchen- oder Hähnchenfleisch. In kochendem Wasser kann man problemlos eine Suppe daraus machen. So Gott will, können wir alte Rezepte an neue Nahrungsmittel anpassen.

Dassa: Was meinst du damit?

Delbert: In der Armee wurden wir an Orte mit seltsamen Fischen geschickt, von denen ich noch nie gehört hatte. Es gab da auch komisches, ziemlich einzigartiges Gemüse. Trotzdem mussten wir damit kochen. Man tut einfach so, als wäre es ein Wels oder so, und schaut, was dabei rauskommt. Aber mittlerweile, na ja, habe ich wirklich verrückte Sachen gesehen. Zuerst habe ich es für gottlos gehalten, aber … all diese Kreaturen hat unser Herr erschaffen, selbst wenn sie vom menschen verändert wurden. Und verdammt noch mal, trotzdem kann man sie essen.

Dassa: Oh, ähm, na gut. Welche Arten von Gemüse hast du gegessen?

Delbert: Es gibt immer noch einiges an essbarem Gemüse, zum Beispiel Melonen, Möhren und Kürbisse. Ich habe auch Tomaten und Kartoffeln gesehen, die zusammengewachsen waren. Irgendwie bestäuben sie sich wohl gegenseitig. Ich habe eine Frucht gegessen, die nach Pappe mit Ketchup schmeckte, aber hey – ich lebe noch. Manchmal muss man experimentieren. Wer die Endzeit überleben will, darf nicht allzu wählerisch sein.

Dassa: Klingt, als hättest du dir darüber viele Gedanken gemacht.

Delbert: Ich wusste schon lange, dass das Ende kommen würde, und tja, hier ist es … Und es wird wiederkommen. Ich glaube daran, dass es einen Grund für all dies gibt und wir überleben müssen, um unseren Herrn wiederzusehen. Und, na ja, zum Überleben brauchen wir Nahrung.

Dassa: Hört, hört. Danke für die Tipps, Delbert.

Willie Mae

Psst, ich habe auf den Knopf gedrückt. Ich glaube, es nimmt auf. Ruhe. Hallo, hallo? Es sollte funktionieren, Ich hasse diese Dinger. Ich bin Willie Mae, man hat mich gebeten, aus pädagogischen Zwecken etwas über mein Leben seit dem Fall der Bomben zu erzählen. Für die Kinder, die noch geboren werden. Eine gute Sache. Eigentlich wollte ich mein Alter damit verbringen, fernzusehen und auf meine Enkel aufzupassen. Aber es kam ganz anders … Ich bin froh, dass sie es alle rechtzeitig in den Vault geschafft haben. Als ich davon geträumt habe, wusste ich, dass meine Gebete erhört wurden. Mein Ehemann Frank hat früher in den Minen gearbeitet. Kurz vor dem Krieg gab es ein Erdbeben, er kam nicht mehr zurück … Ich weiß nicht genau, was mit ihm passiert ist, oder warum er nie zurück nach Hause kam. Aber das ist schon in Ordnung. Seit dem Krieg lese ich nur noch in meinen alten Zeitungen und höre Musik. Zur Abwechslung ist es mal friedlich, und das ist gut so. Habt ihr schon mal von der Atomlotterie der Watoga Times gehört? Der Gewinner erhält einen Zehnjahresvorrat an Blamco Mac & Cheese, Salisbury Steak und natürlich Nuka-Cola. 20 Jahre lang habe ich bei dieser Lotterie mitgespielt, und im Monat vor dem Krieg habe ich sie endlich gewonnen. Der Gewinn hat zwar nur 8 Jahre gehalten, aber es gibt ja niemanden mehr, bei dem man sich beschweren könnte. Als die Vorräte alle waren, hörte ich über das Radio den Aufruf der Responder, also machte ich mich auf die Suche nach ihnen. Sie waren eine große Hilfe. Also ich gehe jetzt nach Hause … zumindest für eine Weile. Wie schalte ich das aus? Verfluchtes Gerät. Der Knopf ist es nicht, der auch nicht. Oh, der hier.

Sofie Yates

Läuft das Ding? Fantastisch. Hallo an alle Überlebenden auf diesem Schrotthaufen! Ich bin Sofie, und hier kommt die „unglaubliche“ Geschichte, wie ich überlebte! Wie ging dieser Scheiß noch mal los? Ach ja, richtig. Bevor die Bomben fielen, war ich Bibliothekarin, und jetzt habe ich ja jede Menge Zeit zum Lesen. Super, oder? Was für ein Glück! Nein, Moment, vielleicht gehörte ich zu diesen Farmern, die sich jahrelang auf den Weltuntergang vorbereitet haben. Als Teil einer Sekte, so war es! Nein, nein! Jetzt hab ich´s. Ich war ein süßes kleines Mädchen, das sich im Super Duper Mart monatelang von Katzenfutter ernährte, während gleich daneben seine Eltern verwesten. Niemand kam. Keiner. Ich lernte, klarzukommen. Das solltet ihr auch. Die Responder sind ein WITZ. So etwas wie Hilfe gibt es nicht mehr. Also reißt euch zusammen. Wer kein kompletter Vollidiot ist, der verschwindet aus diesem Loch, bevor die Responder euch das LEBEN kosten! Lasst die Kranken zurück, die sind besser dran. Wer lieber jammert, der sollte hier bleiben und so tun, als ob Rettung kommt. Aber jeder, der noch einen Funken Verstand hat, sollte in die Berge verschwinden und neu anfangen! Delbert hat schon versucht, mich aufzuhalten. Tut mir echt leid, dass niemand mehr da sein wird, der euch beibringen kann, wie man Scheiße frisst! Macht´s gut, ihr Trottel! Hab euch ganz doll lieb, Sofie!

Colonel

Hallo … Dassa hat mich gebeten, zu erzählen, wie ich hierher gelangt bin. Sie bittet jeden darum. Also habe ich zugestimmt. Ich heiße Colonel, und ich bin 13 Jahre alt. Ich will nur sagen, dass es mir leid tut. Es tut mir leid für alles … ähm … die Bomben und die verrückten Leute und für die Kühe mit den zwei Köpfen. Alles. Ich war böse … einfach böse. Ich habe beim Diktat geschummelt, ich habe Chip Wilkins gegen´s Schienbein getreten, bis er geheult hat, ich habe Rosie McCloy die Treppe hinunter geschubst … Äh … Ich habe Löcher in alle Turnhosen geschnitten, und in den Kartoffelbrei in der Cafeteria habe ich Klebstoff getan … Ich habe Harold Newell gesagt, dass ihm Muskeln wachsen, wenn er täglich zehn tote Fliegen isst, und ähh, ich habe Nuka-Cola in die Trinkbehälter im Tierladen geschüttet … Und ähm … Ich will nur sagen, dass es mir alles leid tut … denn mein Vater hat gesagt, wenn ich mich schlecht benehme, dann passieren schlimme Dinge … Seit die Bomben fielen, habe ich Daddy nicht mehr gesehen. Wahrscheinlich ist er gegangen, weil er böse auf mich ist … Ist schon in Ordnung, ich werde jetzt nur noch gut sein. Ich bin noch nicht alt genug, um ein Freiwilliger zu sein, aber Dassa meinte, ich könnte Nahrungsmittel und Wasser sammeln … Ich werde mich bessern, versprochen! Und ähm … Daddy? Falls du das hörst … Ich verspreche, dass ich kein böser Junge mehr sein werde. Also, kannst du bitte zurückkommen? Okay? Okay. Bis dann.

Oha! So ein Gerät habe ich seit 10 Jahren nicht mehr benutzt. Dassa meinte, sie hat meine erste Aufnahme verloren. Schade. Also, mein Name ist Colonel! Die Bomben fielen, als ich noch ein Kind war, mein Vater ist im Krieg gestorben, alles ganz normal also. Ich schätze, meine Geschichte ist nicht besonders spannend. Dassa hat mich gefunden, als ich 13 war oder so. Sie brachte mich zu den Respondern, die mir alles beigebracht haben. Und so wurde ich ein Freiwilliger … es war toll. Seit 5 Jahren bin ich nun selbst Responder! Ich helfe Kindern, die ihre Familie verloren haben … bringe sie in Sicherheit, bilde sie aus und bin wie ein großer Bruder für sie. Aber wir finden jedes Jahr immer weniger neue Leute. Da draußen steht es nicht zum Besten. Selbst Nahrung und Wasser zu finden, fällt immer schwerer. Und die Bruderschaft, nun ja … Wir dachten, dass es mit ihnen anders laufen würde. Wir dachten, dass alles anders laufen würde. Wie dem auch sei. In 10 Jahren bittet mich Dassa vielleicht wieder, eine dieser Geschichten von Überlebenden aufzunehmen. Ha! Bis dann. Peace, Appalachia.

Tabitha

Einfach da hinein sprechen? Oh. Bin ich laut genug? Okay. Hallo … Ich bin jetzt seit 9 Tagen trocken. Und ich bin seit 9 Tagen hier. Mein Name ist Tabitha … und das ist meine Geschichte. Gerade habe ich alles erfahren. Der Krieg, die Bomben, mir … mir ist eben erst klar geworden, dass das alles wirklich passiert ist. Jahrelang hatte ich wegen der Chems Halluzinationen … das hat meinem Gehirn geschadet. Einen schlimmeren Trip kann man sich nicht vorstellen. Jedes Mal wenn ich wach genug war, um nach Nahrung zu suchen, fand ich mehr Chems … und, nun ja … so ging es immer weiter. Der Wahnsinn war mein Gefährte. Ohne die Responder würde ich immer noch herumziehen, gegen riesige Ratten kämpfen und im Müll wühlen … die Responder sind gute Leute. Der Arzt in der Kirche hat mir einige Medikamente gegeben, die sehr helfen. Es gibt auch eine Gruppentherapie und … das ist gut … das alles hilft mir. Aber … ihr solltet nicht in die Berge gehen. Die Leute da manipulieren euch nur. Und dann macht ihr Sachen, die ihr eigentlich nicht wollt. Leuten weh tun … Und es gibt so viele Chems da oben. Ich war zu lange dort, und … ich habe Menschen weh getan … Ich konnte nicht richtig denken … konnte einfach nicht. Sobald es mir besser geht … breche ich aber nach Westen auf. Weg von hier. Weg von den Chems. Von allem. Mir geht es von Tag zu Tag besser, aber … die Jahre mit den Chems, der Strahlung, den Nächten im Dreck … das fordert seinen Tribut. Ich lege mich wieder hin, in Ordnung?

Miguel Caldera

Oh, hallo, Person in der fernen Zukunft! Dassa meinte, diese Bänder würden irgendwann mal für historische Aufzeichnungen verwendet. Raffiniert! Also, ich heiße Miguel Caldera. Mal sehen. Meine Geschichte beginnt in einem Büro. Ich war Programmieren bei Vault-Tec, einer von vielen. Niemand Besonderes. Das ist schon okay so. Ich habe immer an der Kaffeemaschine gestanden, nach draußen geschaut und mir gedacht: „Mann, ich würde so gerne hier abhauen und jeden Tag im Wald sein.“ Ich träumte davon, durch Appalachia zu wandern, mein Lager dort aufzuschlagen, wo es mir gefällt, und mit Freunden unterwegs zu sein! Tja … Das hat mir Antrieb gegeben … Und, nun ja, als die Bomben fielen, war ich entsetzt wie jeder andere auch. Ich war nicht in einem Vault, also musste ich sehen, wie ich allein klarkomme. Die Responder fanden mich. Ich hatte ein kleines Lager, ein paar Vorräte und einen gehackten Protektron, der über mich wachte, wenn ich schlief. Aber … die Menschen fehlten mir. Sehr sogar! Ist schon in Ordnung, das mit der Apokalypse und so. Ich weiß, das klingt verrückt, aber … jetzt habe ich meine Freiheit. Ich kann Leuten wirklich helfen … Ich bin jemandem begegnet, einem Freiwilligen, der Vorräte ausliefert. Könnt ihr euch das vorstellen? Man denkt, dass alles aus ist, und dann … dann geht es weiter. Es ist nicht alles toll, versteht mich nicht falsch. Die ganzen Toten und Verletzten. Aber, na ja, darüber habe ich keine Kontrolle, also mache ich das Beste daraus. Nun bin ich wichtig. Die Leute behandeln mich so, als hätte ich eine Bedeutung, weil es … na ja, so wenige von uns gibt, dass wir es uns gar nicht leisten können, etwas anderes zu denken. Also, ihr Leute aus der Zukunft … Ihr sollt wissen, dass wir etwas … Schreckliches … durchgemacht haben. Aber wir haben es geschafft. Irgendwie haben wir überlebt. Und wenn ihr das hört, dann, nun ja … haben es wohl zumindest einige von uns geschafft. Oder? Also hey, Kopf hoch! Das wird schon. Okay?

Ich hasse Flatwoods (Gereizter Überlebender)

Mein Rücken schmerzt. Ich bin es leid, Ungeziefer mit vier Augen essen zu müssen. Ich sagte ihnen, dass ich da draußen einen großen alten Boomer gesehen hab. Da fragten sie, was ein „Boomer“ sei? Dann kam so ein süßes junges Ding zu mir und fragte, ob ich nebenan mit dem Garten helfen würde. Heute Morgen habe ich gehört, dass es hinter den Bergen Krebse gibt, groß wie Scheunentore, und noch Schlimmeres. Flatwoods hat die besten Tage hinter sich. Jetzt herrscht das reinste Chaos, und alles ist darauf aus, einen zu töten. Ich bin alles andere als ein Feigling, aber falls noch so eine Bombe fällt, lasst mich bitte einfach sterben.

Fallout 76 Flatwoods Überlebendengeschichten

Neben diesen Überlebenden-Geschichten finden wir aber auch noch ein Testament, eine Patientenakte, ein Aufklärungsschreiben, diverse Notizen und andere Hinterlassenschaften unterschiedlicher Bewohner oder Besucher von Flatwoods. Im Besonderen möchte ich euch noch die Nachrichten, die wir in der Meeting Hall gefunden haben ans Herz legen…

Letzter Wille und Testament von Jeremiah Ward

Ich, Jeremiah Ward, Bürger der Stadt Flatwoods im County … keine Ahnung. Im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte und nicht unter … Zwang handelnd. Im Großen und Ganzen. Hiermit erkläre ich, dass dieser Brief mein letzter Wille sein soll. Mia kriegt das Haus und alles, was darin ist. Es ist nicht viel, aber das ist alles, was ich habe, und sie ist die einzige Person, die mir geblieben ist. Ich weiß, dass sie noch lebt. Die Responder sagen, die Hunde hätten sie erwischt, aber ich weiß, dass das nicht stimmt. Sie waren wirklich gut zu uns. Einem alten Knacker wie mir das Kochen beizubringen, ist schon was. Das muss ich ihnen lassen. Aber ich weiß, dass sie wegen der Hunde gelogen haben. Ich habe sie auf den Hügeln gesehen. Böse Leute spionieren uns aus. Sie haben meine Enkelin entführt. Ich weiß es einfach. Ich hol dich zurück, Mia. Versprochen.

Patientenakte: Buzz Yates

Der Patient wurde um 21 Uhr mit Magenschmerzen eingewiesen, nachdem er mehrere Behälter mit schmutzigem Wasser getrunken hatte. Nach eigener Aussage mag er den „erdigen“ Geschmack. Der Patient leidet unter extremen Bauchschmerzen, körperlicher Schwäche und Verwirrung. Sehr schwache Lebenszeichen. Der Patient starb, bevor er behandelt werden konnte. Der Patient war so schwach, dass er an einem Sturz aus dem Bett starb. Der übermäßige Konsum an verschmutztem Wasser hatte durch die hohe Strahlungs- und Keimbelastung eine beträchtliche körperliche Schwächung zur Folge. Obwohl diese Faktoren nicht direkte Todesursache des Patienten waren, schwächten sie ihn dermaßen, dass ein einfacher Sturz ihn das Leben kostete.

Aufklärung im Bergwerk am Gauley

Jeff, ich hoffe, dass in Flatwoods alles gut läuft. Ich hatte da eine Idee, von der ich dir erzählen wollte. Falls wir das Personal entbehren können, würde ich gern ein Team in das Bergwerk am Gauley schicken. Dort wurde in den Tagen vor dem Krieg noch gesprengt, und vielleicht gibt es dort ja noch Dynamit. Das könnten wir jedenfalls gut gebrauchen. Ich weiß, du hast mit deinem Freiwilligenprogramm viel zu tun, also überlasse ich die Entscheidung dir. Maria

An Janet

04. Mai 2096, Liebste Janet, Ach wie sehr ich dich vermisse. Mir fehlt dein verschmitztes Lächeln. Mir fehlt die Wärme deiner langen, innigen Umarmungen. Ich erinnere mich noch, wie glücklich wir damals waren, also wir zusammenlebten … selbst wenn ich mich mittlerweile nicht einmal mehr an dein Gesicht erinnern kann. Es tut mir so unendlich leid, Janet. Ich hätte dir vertrauen und mit dir Hand in Hand in diesen Vault gehen sollen. Ich habe mir in den letzten 20 Jahren wegen dieses unglaublich dummen Fehlers jeden Tag Vorwürfe gemacht. Das Leben hier draußen ist die reinste Hölle. Nun, ich sage hiermit endgültig Lebewohl. Ich werde dich nie vergessen, Liebling. Es wird hier draußen immer aussichtsloser. Ich warte schon lange darauf, dass sich dieser Vault öffnet und ich dein wunderschönes lächelndes Gesicht wiedersehe. Aber ich kann nicht noch länger warten. Ich muss weiter, muss nach vorne schauen. Ich hätte diesen Job in D. C. niemals annehmen dürfen. Viel Glück, Janet. Leb wohl. Und alles Gute zum Geburtstag, Prinzessin. Auf ewig Dein, James

Fallout 76 Flatwoods Überlebendengeschichten

Meeting Hall – Gästebuch

„Unser Schicksal liegt nun in seiner Hand.“ – Delbert

„Ich weiß, meinem Vater und Bruder geht es gut, aber ich habe so viele Freunde verloren … so viele. Ich denke ständig an sie. Ich kann nur hoffen, dass es ein paar von ihnen geschafft haben …“ – Dassa

„Ich hoffe nur, dass es allen in den Vaults gut geht.“ – Willie Mae

„Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere! Oder vielleicht ein Fenster!“ – Miguel

„Wir müssen nicht trauern, denn niemand ist wirklich gestorben. Sie sind jetzt nur anders.“ – Scott

„Ich habe im Krieg nichts verloren … Mein Leben ist jetzt sogar besser. Trotzdem herzliches Beileid an alle, die jemanden verloren haben …“ – Garry

„Trauer ist nicht sonderlich produktiv.“ – Lucas

„Lieber Papa, wenn du das hier liest … findest du mich im Glockenturm in der Kirche. Ich hab Cornflakes, ein Spiel und einen Schlafsack für uns beide. Ich warte dort auf dich! Hab dich lieb! Colonel“

„Du fehlst mir, Papa, lieber Vater, ich habe dir letzten Monat einen Brief geschrieben, und Delbert bat mich, dir noch einen weiteren zu schreiben. Er sagte, er würde dich erreichen! Ich wollte dir nur sagen, dass es mir gut geht. Alle kümmern sich um mich. Du fehlst mir!“

„Es tut mir leid. Ich heiße Tabitha, und ich bin ein Junkie. Man hat mir gesagt, dass mich so etwas auf den Weg der Besserung bringen könnte … – Cassidy: Ich hätte nichts davon sagen sollen. Nicht ein Wort. Ich war grausam und gemein zu dir. – Patty: Du hattest recht. Das hab ich auch damals schon gewusst. – Cenk: Du warst ein Arschloch, aber das war ich auch. Wir haben uns gegenseitig weh getan. – Sky: Du bist wunderbar. Das hätte ich dir jeden Tag sagen sollen. – Toby: ich hab es geklaut. Ich war damals total daneben, aber das ist keine Entschuldigung. – Pete: Du hast was Besseres verdient. – Lilian: Ich hab dich angelogen. Du hattest recht. – Peggy: Ich hab dich ignoriert, als du mich am meisten gebraucht hast. – Allison: Ich hab einfach nicht mehr mit dir gesprochen, und das tut mir unendlich leid. – Kerry-Elle: Ich hab mich nie für all deine Hilfe revanchiert. Ich hab dich benutzt. – Hunter: Ich hab dich ausgenutzt, als du am schwächsten warst. – Louisa: Dein Rat hätte mir geholfen, aber ich habe dich ignoriert.“

„Nichts hilft! Tut mir leid, Tabitha. Haha sie sind tot! Und du hast ihnen weh getan!“

Scott Shepherd

Responder Dassa hat mir für meine „Überlebendengeschichte“ ein paar Vorräte gegeben, also …

Hallo, ich heiße Scott Sherpherd, und mir geht es ganz gut. Vor dem Krieg war ich Krankenpfleger, und daran hat sich nicht viel geändert. Nur, dass ich jetzt für die Responder arbeite, und zwar ohne Bezahlung! Hahaha!
Die Regierung ist im Grunde auch nicht anders als früher. Gescheitert. Planlos. Nicht vertrauenswürdig. Das weiß jeder!

Wollt ihr die wahre Ursache für den Krieg wissen? Aliens. Ihr glaubt, ich mache Witze? Passt auf. Kurz bevor alles zur Hölle fuhr … da habe ich sie gesehen. Ich war mit meinem Hund im Garten und grillte Hamburger, als ich ein Rascheln im Gebüsch hörte und so eine Art Zischgeräusch. Dann wurde mir auf einmal schwindelig und ich fiel zu Boden … dabei hatte ich gar nicht viel getrunken. Als ich aufwachte, sah ich im Gebüsch etwas verschwinden, dem mein Hund hinterher jagte. Da wusste ich, dass etwas faul war. Später kam mein Hund mit einem grünen Hautfetzen im Maul zurück. Grün. Wie Moos oder so.
Beinahe 10 Tage später fielen die Bomben. 9 Tage und 19 Stunden, um genau zu sein. Das sind 235 Stunden. Ihr wisst, wofür die 235 steht? Genau, die Ordnungszahl des Spaltisotops von Uran – sie hatten es von Anfang an geplant!
Aber warum sollten sie es auf mich abgesehen haben, Scott Shepherd, den Krankenpfleger? Diese Frage habe ich mir auch gestellt.

Weil sie Blutproben von uns genommen haben! Sie wussten wer von uns überleben würde. Das ist alles ein großes Experiment für sie! Das alles hier ist inszeniert. Unsere Leben. Unsere Gedanken. Alles wurde für uns entworfen. Genauso wie diese Aufnahme. Alles, was ich sage, wurde … geplant. Wach auf, Appalachia! Wir müssen die Verschwörer finden und sie aufhalten!

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Paterick
Paterick ist der Fallout-Experte des Teams. Er hat sich mit Fallout 3 und New Vegas an der Serie festgebissen und wandert nun auch schon lange durch das Ödland des vierten Teils. In Sachen Überleben gegen Ghule, Raider und Todeskrallen macht ihm so schnell keiner etwas vor.

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