Fallout 76 – Das Forced Evolutionary Virus (FEV)

Fallout 76 Forced Evolutionary Virus (FEV)

Vielen von euch wird bei der bloßen Erwähnung des FEV bestimmt einer kleiner Schauer über den Rücken laufen. Schließlich handelt es sich bei diesem Virus um ein mehr als fatales und schief gelaufenes Experiment im Fallout Universum vor dem Großen Krieg.

So haben wir in früheren Artikeln (Vault 87 aus Fallout 3 und Edgar Swann aus Fallout 4) kopfschüttelnd entsetzliche Einblicke in die menschlichen Abgründe wissenschaftlicher Forschungsgier erhalten können.

Gut gemeint, aber schiefgelaufen

Und auch wenn im Grunde das Ziel ein mehr oder minder nobles war – nämlich stärkere Soldaten im Kampf gegen den ach so mächtigen Feind einsetzen zu können – war die Umsetzung aus moralischer und eigentlich auch aus jeder anderen Sicht: Falsch!

Dieser Fehler FEV zählt neben der Strahlung durch den Fall der Bomben, als Hauptursache der schrecklichen Mutationen im ganzen Land. Wir haben diese an der West- und Ostküste kennengelernt und natürlich ist auch West Virginia nicht virenfrei geblieben. West-Tek. Sie brachten das Virus in das Land und mit dem Virus neben den uns bekannten Supermutanten, weitere entsetzliche Kreaturen, die uns nun nach dem Leben trachten.

Wusstet ihr, dass sowohl die Snallygaster als auch die Grafton Monster von West-Teks FEV erschaffen wurden? Woher wir das wissen? Nun ja, wir haben dem West-Tek-Forschungszentrum im südlichen Gebirge der Savage Divide einen Besuch abgestattet und dabei auch gleich das Geheimnis um Huntersville gelüftet. In den folgenden Zeilen wollen wir nun all unsere Erkenntnisse mit euch teilen, die wir von diesen beiden Orten aus zahlreichen Terminals und Aufzeichnungen ziehen konnten…

Das West-Tek-Forschungszentrum

Fallout 76 Forced Evolutionary Virus (FEV)
In der Gewalt von Supermutanten! Solltest du eine künstlerische Ader haben, dann rauf auf´s Dach.

Empfangsterminal

Keine Führungen: Wir möchten Sie noch einmal daran erinnern, ein wachsames Auge auf ungebetene Gäste in der Eingangshalle zu haben. Heute morgen kam es zu einem Vorfall, bei dem ein Fremder den Komplex betreten hat und zum Empfang ging. Mit seinem Anzug und der Aktentasche sah er aus, als wollte er zu einem Vorstellungsgespräch. Er sagte, dass er gerne die Firma besichtigen würde.
Der Name der Person stand nicht auf der Liste und das Sicherheitsbüro wurde umgehend benachrichtigt. Nicht vergessen: Dieses Gebäude ist eine gesicherte Einrichtung. Wir sind ein vorrangiges Ziel für Industriespionage, Sabotage oder investigative Reporter. Wenn Ihnen etwas auffällt, melden Sie es!

Rekrutierung: Hey Richard, ich weiß, du findest es witzig, mir diese Bachelor of Science-Versager zu schicken, aber ich habe es langsam satt. Die beste Kandidatin, die wir seit Monaten hatten, war Ella Ames, und die hat sich ja geweigert, sich uns anzuschließen, dank dir und deiner halbherzigen Rekrutierung.
Ich gebe dir noch eine einzige Chance zu beweisen, dass du in deinem Job was drauf hast. Ihr Vater wird im besten Fall noch bis Ende des Monats überleben. Sobald er tot ist, musst du unbedingt bei ihr sein und sie in die richtige Richtung weisen. Du hast ja ihre Adresse, aber angeblich ist sie diesen Fanatikern von den Freien Staaten beigetreten. Sollte sie nicht zu Hause sein, musst du ihren Bunker suchen. Wir brauchen sie. Wenn wir sie haben, können wir über deine Beförderung sprechen. Michelle

Laborterminal

Programm für fortgeschrittene Mutationen – Ziel: FEV an die Grenzen des Machbaren zu bringen. Das Supermutanten-Programm hat sich als äußerst vielversprechend erwiesen. Durch Anpassung der Genome können wir verschiedene Stämme des Virus züchten, die unterschiedliche Ergebnisse hervorbringen.
Hinweis: Die meisten Stämme führen zu höchst instabilen Resultaten. Nur wenige sind verwendbar. Ausschließlich Gentechniker der Freigabestufe 5 oder höher erhalten nach vorheriger Genehmigung durch Dr. Elias Khan Zugang zum FEV-Rekombinator.

Sonderbericht: Bruch der Eindämmung – 03.01.78 Subjekt AM52 ausgebrochen, extrem gefährlich, bei Sichtkontakt töten oder einfangen

AM48 – 13.01.77: Mit Subjekt AM48 sind wir einer dauerhaften Form bislang am nächsten gekommen. Trotz dieses beachtlichen Durchbruchs wurde AM48 gerade mal 12 Minuten und 43 Sekunden nach seiner Freisetzung aus der Inkubationskammer für tot erklärt. Wie es scheint waren die Lungen des Subjekts aufgrund des Kombinationsstamms FEVS-005938 ohne künstliche Beatmung nutzlos.
Da es schwierig ist, an geeignete Subjekte zu kommen, werden die Kontrollexperimente in Zukunft nur stark eingeschränkt stattfinden können. Mehrere Wissenschaftler haben ihre Unzufriedenheit darüber zum Ausdruck gebracht, aber mehr bekommen wir nicht.

AM49 – 30.04.77: Eines der Genome in FEVS-006186 hat zu unerwünschten und tödlichen Ergebnissen bei Subjekt AM49 geführt. Da das gesamte Organgewebe des Subjekts durch verschiedenes Netzhautgewebe ersetzt wurde, verstarb es, da der Großteil seiner Organe versagte. Nach weiteren Untersuchungen stellte sich heraus, dass FEVS-006186 kontaminiert war.

AM50 – 12.07.77: AM50 wurde mit FEVS-006309 behandelt. Das Subjekt verstarb nach 12 Tagen, als seine oberen Eckzähne die Medulla oblongata durchstießen, was zu einem raschen Ausfall aller Organfunktionen führte. Das ist enttäuschend. AM50 schien sich ziemlich gut zu entwickeln. Wir werden den Stamm modifizieren und die Tendenz der Mutation, rasch Ersatzzähne zu bilden, entfernen müssen.

AM51 – 05.09.77: Testsubjekt AM51 war nahezu ein Erfolg. Obwohl FEVS-006378 zu dem geführt hat, was von mehreren Wissenschaftlern als „albtraumhafte“ Ergebnisse beschrieben wurden, schien das Subjekt biologisch mehr oder minder stabil zu sein. AM51 war offenbar selbstständig überlebensfähig. Es gab jedoch Anzeichen dafür, dass es dauerhaft unter traumatischen Schmerzen litt, die zu selbst herbeigeführten tödlichen Verletzungen führten, als es sich kurz nach der Inkubation in der isolierten Eindämmung befand.
Bei einer Autopsie zeigte sich ein überaktives Nervensystem, das sich nach der Gabe von FEVS-006378 in einem dauerhaften Entwicklungsstadium befunden haben könnte.

AM52 – 14.10.77: Phase-2-Kombinationsstamm FEVS-006443 wurde endlich Testsubjekt AM52 verabreicht, ohne dass dabei ein Haufen zitternden genetischen Bioabfalls herauskam. AM52 vereint Eigenschaften, die einer Reihe verschiedener Spezies ähneln. Das Ergebnis ist gelinde gesagt verstörend, allerdings haben wir wertvolle Einblicke in die Fähigkeiten dieser neuen Stämme erhalten.
Am auffälligsten ist bei diesem Subjekt die Anzahl der Augenorgane auf dem vergrößerten Oberkörper, ein zweiter Satz Arme mit krallenbewehrten Fingern und eine große sichelförmige Kralle an jeder zweiten Zehe. Dass ein lebendes, stabiles und funktionierendes Subjekt aus eigener Kraft am Leben bleibt ist eine wichtige Errungenschaft des Programms. Wir werden Subjekt AM52 zur Beobachtung in der isolierten Eindämmung halten, bis die Inkubation von AM53 abgeschlossen ist.
Falls beide mit einem mutierten menschlichen Standard-Testsubjekt zusammenleben können, werden wir eventuell versuchen, sie am Standort Huntersville auszusetzen, um weitere Untersuchungen durchzuführen.

AM53 – 23.10.77: Nach dem Erfolg mit AM52 waren wir zuversichtlich, einige Genome für FEVS-006458 anpassen zu können. Leider wurde das Subjekt zu groß für die Eindämmung. Die Einheit wurde zerstört, AM53 blieb jedoch unverletzt.
Trotz dieses Vorfalls und des Fehlens eines erkennbaren Kopfes überlebte AM53 seine Metamorphose, was unsere Erwartungen bei weitem übertraf. Da unsere Eindämmungseinheiten ungeeignet waren, das Subjekt gefangen zu halten, haben wir den sofortigen Abtransport unter Sedierung angeordnet.
Wir planen, AM53 zur Beobachtung und Aufzeichnung weiter zu inspizieren.

Befragung von Subjekt K-117M

Techniker Stone: Okay, K-117M. Beschreibe in deinen Worten, wie du dich fühlst.

Subjekt K-117M: Ich … fühle mich anders … als würde mein Verstand nicht mir gehören.

Techniker Stone: Weißt du, wer du warst?

Subjekt K-117M: Ja, ich war … Billy Seevers … ein Mann aus … aus …

Techniker Stone: Du erinnerst dich nicht, woher du kommst?

Subjekt K-117M: Nein … Ich … Was passiert mit mir? Kannst du machen, dass es mir … besser geht?

Techniker Stone: Ich stelle hier die Fragen, K-117M. Sei geduldig, dann helfe ich dir. In Ordnung?

Subjekt K-117M: Ja, ich … verstehe.

Techniker Stone: Gut, gut. Du machst dich wirklich gut, K-117M. Eine Frage noch. Würdest du unsere Befehle genau befolgen, wenn wir dich bitten, uns zu helfen?

Subjekt K-117M: Ja … ich würde alles tun. Ich will einfach nur … nach Hause … nach Hause … Frau? Wo ist meine Frau?!

Techniker Stone: Ähm, es geht ihr gut, K-117M. Bitte beruhige dich.

Subjekt K-117M: Nein! Was habt ihr mit meiner Mutter gemacht?! Bringt sie sofort her! Ich werde euch alle töten!

Techniker Stone: Code rot in Verhörraum B, ich wiederhole, Code rot!

Fallout 76 Forced Evolutionary Virus (FEV)
Dieses Forschungszentrum gleicht einem Horrorkabinett!

Exemplareindämmungsterminal

Testsubjekte: Kontrollgruppe – Eindämmungseinheiten: 01-08
01: Felicia Gordy, 48 Jahre, Verkäuferin aus Huntersville
02: Eindämmung durchbrochen, Subjekt verschwunden
03: leer
04: Thomas McDevitt, 31 Jahre, Bauer aus Huntersville
05: Sheila Dauber, 21 Jahre, Kellnerin aus Huntersville
06: Enrique Salvator, 43 Jahre, Buchhalter aus Huntersville
07: Charles Finley, 51 Jahre, Beruf unbekannt aus Huntersville
08: leer

Arrestzellenterminal

Subjekt: erkrankt, leicht – Unsere Subjekte wurden dem FEV ausgesetzt und zeigen daher grippeartige Symptome. In diesem Zustand besteht kein Anlass zur Besorgnis. Überwachen Sie sie weiterhin wie gewohnt.

Subjekt: erkrankt, schwer – Sollte ein Subjekt einen schweren Anfall haben oder angreifen, geben Sie einen Code-Blau-Alarm und wenden Sie sich umgehend an den diensthabenden Aufseher. Versuchen Sie nicht, ohne direkte Autorisierung irgendwelche Wiederbelebungsmaßnahmen durchzuführen.

Subjekt: tot – Falls ein Subjekt stirbt, geben Sie keinen Alarm. Wenden Sie sich an den diensthabenden Aufseher, der Ihnen sagen wird, was mit der Leiche zu tun ist. Denken Sie daran: Beim Umgang mit organischem Material gelten die Bioeindämmungsprozeduren in vollem Umfang.

Subjekt: gewalttätig – Falls ein Subjekt so gewalttätig wird, dass Sie um seine Sicherheit oder die Sicherheit Ihrer Leute fürchten, geben Sie einen Code-Rot-Alarm und warten Sie auf das Eintreffen der Sicherheit. Versuchen Sie nicht, Subjekte in diesem Zustand zu fesseln oder zu sedieren beziehungsweise ihnen zu helfen!

Forschungsterminal

03.05.2077: Bardwell nervt mich schon die ganze Zeit damit, die Dekontaminierungsbögen zum Laufen zu bringen. Wie soll ich mir verdammt noch mal eine Methode zur Dekontaminierung für etwas einfallen lassen, dass vollkommen experimentell ist? Dazu kommt noch, dass West-Tek sich weigert, mir Daten über die chemische und organische Zusammensetzung des FEV zu geben, also arbeite ich hier total ins Blaue hinein.
Mein Abschluss in Biochemie bringt mir hier rein gar nichts. Ich hätte wissen sollen, dass es hier … anders laufen würde, als ich eine hochstufige Freigabe erhalten musste, nur um durch die Tür gehen zu dürfen.

22.05.2077: Drei Wochen und ungefähr 60 Verbindungen später habe ich immer noch nichts. Dieses FEV ist ganz schön zäh. Da ich weiß, dass es auf Viren basiert, habe ich versucht, es aus dieser Richtung anzugehen. Leider ist keine bekannte antibiotische Verbindung auf so etwas … nun ja, Virulentes ausgelegt.
Was ich brauche, ist eine Art Verstärker, ein Neutralisierungsmittel, dass den FEV inaktiv werden lässt. Also, fangen wir noch mal von vorne an.

11.06.2077: Das muss man sich mal vorstellen. Bardwell steht da in seinem Schutzanzug und brüllt mich an, dass ich mich um die Dekontaminierungsbögen kümmern soll. Dann kommt Wurth von hinten angeschlichen und schüttet ihm einen Kanister mit FEV über den Kopf! Ein Bild für die Götter! Der ist total ausgeflippt! Er schrie, rollte auf dem Boden hin und her – und geweint hat er glaube ich auch.
Ich wartete fast eine ganze Minute, bevor ich die Bögen aktivierte und mein Neutralisierungsmittel ihn abwusch. Funktionierte einwandfrei. Die nächsten zwei Wochen werde ich deswegen nur noch Drecksarbeit machen dürfen, aber das war es absolut wert.

16.06.2077: Bardwell ist immer noch sauer wegen meiner „Vorführung“, aber wenigstens brüllt er mich nicht mehr an. Die letzten Tage habe ich damit verbracht, tausende Liter meines Neutralisierungsmittels herzustellen, und zwar nicht für die Verwendung in den Dekontaminierungsbögen, sondern auch in Tanks für den Notfall.
Offenbar wollen die Leute bei West-Tek eine Art Reißleine, falls Gefahr besteht, dass irgendjemand den Ort erobern könnte oder so. Ich glaube ja, dass sie paranoid sind, aber wie ein guter kleiner Roboter tue ich, was man mir sagt.

Gewächshausterminal

Herzlichen Glückwunsch. Ihr Team wurde für das neue Pilotprogramm „Gewächshaus-Initiative“ ausgewählt, einer Erweiterung des Panimmunitäts-Virionen-Projekts. Mit dieser Initiative möchten wir die Anwendung neuer Mutationen auf essbare Pflanzen und die Vegetation im Allgemeinen in einer kontrollierten Umgebung testen.
Ihre vorhandenen Einrichtungen erhalten in Kürze die für diese neuen Experimente benötigten Aufrüstungen.
Darüber hinaus werden wir Ihnen ein geheimes Memo mit den vollständigen Spezifikationen zukommen lassen. Marschieren Sie los und bereiten Sie den Weg! Wird Ihre Arbeit der Schlüssel sein, um die Seuche des Hungers auf der Welt auszulöschen? Bei West-Tek ist alles möglich!

Sehr geehrtes Personal, Sie haben die Ankündigung bestimmt schon gesehen, aber es ist wahr: Wir gehen einen Schritt weiter. Der ursprüngliche Zweck des Gewächshauses bestand darin, die sichere und praktikable Herstellung genmanipulierter Nahrungsmittel zu erleichtern und zu kontrollieren.
Diese neue Initiative wird eine radikale Abkehr davon sein. Mir sind noch nicht alle Einzelheiten bekannt, ich glaube jedoch, dass es sich um eine Art hergestelltes Mutagen handeln wird. Der Zugang zum Mutagen und sein Transport gehen aufgrund der Bürokratie äußerst langsam vonstatten. Es wird mehrere Monate dauern, bis die Experimente in vollem Gange sind.

In Kürze werde ich Aufgaben für die Säuberung Ihrer Gewächshäuser und die Vorbereitung neuer Kontrollproben zuteilen. Sollten Sie noch Fragen haben, suchen Sie mich in meinem Büro auf oder warten Sie, bis das offizielle Memo auf Ihrem Schreibtisch landet. Eine letzte Anmerkung noch: Durch diese Initiative werden die meisten Ihrer Verträge aufgehoben. Kommen Sie bitte vorbei, damit wir uns über Ihre verbleibende Zeit hier und mögliche Versetzungen unterhalten können. Ich werde mich gerne um Ihre Anliegen kümmern. Hochachtungsvoll Dr. Wilfried Dumont

Analyseterminal

Wasseranalyse für Feldteststandort 3A: Huntersville – Der bestätigte FEV-Stamm wurde in die Wasserversorgung von Huntersville gegeben. Gleichzeitig wurde der Chlordioxidanteil leicht verringert, um eine Abnahme der Effektivität beim bekämpfen des Virus zu erreichen. Die Bevölkerung dürfte keine Veränderungen der Wasserqualität bemerken. Wir gehen davon aus, dass es zu einer weit verbreiteten Infektion unter den Testsubjekten kommen wird. Aufgrund der Eigenschaften dieses Stamms werden sich die Ergebnisse jedoch unter Umständen langsamer als bei der Verwendung des konzentrierten Laborstamms einstellen.
Langfristig dürften die körperlichen Eigenschaften der Testsubjekte die durchschnittlicher Menschen um ein Vielfaches übersteigen, jedoch ohne die in den bisherigen Laborversuchen aufgetretenen Nebenwirkungen. Dr. Elias Khan.

Anpassung der Formel – Nach dem Vorfall, bei dem es zu einem unzulässigen Austreten von FTS-3A gekommen ist, wurde von oben der Wunsch an uns herangetragen, eine Lösung zu finden, die es unnötig macht, wertvolle Testsubjekte zu eliminieren.
Der Vorschlag besteht darin, eine pheromonische Komponente zu verwenden, um Wirte zu markieren, in denen das Virus reift. Falls einer von ihnen erneut entkommt, können wir ihn mit den Hunden aufspüren, statt die Alternative zum Einsatz kommen zu lassen.

Änderung der Vorgehensweise – Die Entscheider haben festgelegt, dass die Eliminierung der einzig gangbare Weg im Falle des nicht genehmigten Verschwindens von Testsubjekten ist.
Es hat sich ergeben, dass das Hinzufügen der Pheromon-Komponente zur Formel als bedauerliche Begleiterscheinung einen starken und recht charakteristischen Geruch hervorruft. Dieser könnte Aufmerksamkeit auf den Standort ziehen, was dem beabsichtigten Effekt der Quarantäne konträr entgegensteht.
Die Aufgabe wurde auf Eis gelegt, wird jedoch wahrscheinlich zur Durchführung weiterer Experimente an eine andere Abteilung übergeben.

Kontrollraumterminal

16.07.2077: Heute gibt es nicht viel zu berichten. Die FEV-Tanks haben ein paar Lecks an den Stellen, an denen die Zufuhr angebracht ist. Allerdings sollte es nicht mehr als zwei Tage dauern, die Dichtungsringe zu ersetzen. Das ist eine ganz schöne Sauerei, aber zum Glück hat Spielman den kurzen Strohhalm gezogen und muss jetzt bis zu den Knöcheln in der Brühe stehen, bis wir alles richtig saubermachen können.
Dieses FEV ist heftiges Zeug und hat sich wie Säure durch das vulkanisierte Gummi der Dichtung gefressen. Seltsamerweise ist aber überhaupt keine Säure enthalten, also muss es die Ringe auf molekularer Ebene angegriffen haben. Da stellt sich natürlich die Frage, ob es sicher ist, wenn sich das Zeug auf dem Boden sammelt.

02.08.2077: Chadwell ist heute in einen der Tanks gefallen. Armes Schwein. Er hatte eine komplette Schutzausrüstung an, war aber höchstwahrscheinlich schon tot, als sie ihn rauszogen. Der Anzug hatte wohl einen Riss bekommen, da er nicht mehr aufgetaucht ist, um Luft zu holen oder um Hilfe zu rufen.
Sie haben erst mitbekommen, dass er reingefallen war, als sie den Tank leerten. Mann, dieser komische Gesichtsausdruck von Chadwell … igitt. Mir wird schon ganz anders, wenn ich nur daran denke. Wenn es diese Gefahrenzulage von West-Tek nicht gäbe, wäre ich schon längst hier raus.

23.10.2077: Heilige Scheiße, jetzt ist alles den Bach runtergegangen! Ich kann gar nicht glauben, dass diese Idioten es wirklich getan haben – sie haben die gottverdammte Welt in die Luft gesprengt … Zum Glück waren wir in der Anlage, als die Bomben einschlugen.
Aufseher Bardwell hat uns angefleht, bei den FEV-Tanks zu bleiben, bis er alles mit den hohen Tieren geklärt hat, aber die Kommunikation ist komplett ausgefallen. Spielman und ich haben schon ans Abhauen gedacht, um herauszufinden, was wir tun sollen. Es ist ja nicht gerade so, dass ich noch ein Zuhause habe, zu dem ich zurückkehren kann.

30.10.2077: Bardwell hat beschlossen, rauszugehen, um sich an die U.S. Army in Huntersville zu wenden, aber das war vor sechs Tagen und er ist immer noch nicht wieder da. Wenn alles in die Binsen geht, sollten wir das Neutralisierungsmittel in die FEV-Tanks schütten. Spielman und ich haben die Anweisung befolgt und dafür gesorgt, dass alles erledigt wird. Bevor wir gegangen sind, haben wir nochmal nachgeschaut, ob die Flüssigkeit in den Tanks neutralisiert war. Alles noch hochgiftig, aber wenigstens war der FEV beseitigt. Tja, das wäre es dann wohl. Ich werde eine Zeit lang bei Spielman bleiben. Hoffentlich finden wir einen sicheren Ort – wo immer der auch sein mag.

Huntersville Welcomes You

Fallout 76 Forced Evolutionary Virus (FEV)
Ebenfalls unter der Kontrolle von Supermutanten!

Der Huntersville-Vorfall

Sgt. Taybert: US Army, Ma´am. Bitte machen Sie auf.

Darlene Sherman: Was wollen Sie?

Sgt. Taybert: Öffnen Sie einfach die Tür, Ms. Sherman.

Darlene Sherman: J-Ja?

Sgt. Taybert: Im Namen der US Amy und von West-Tek werden Sie hiermit aufgefordert, uns ihr Kind „Dalton Sherman“ sofort zu übergeben.

Darlene Sherman: Was? Nur über meine Leiche! Er ist krank, er geht nirgendwohin!

Sgt. Taybert: Sie haben keine Wahl. Wo ist er, Ma´am?

Darlene Sherman: Natürlich habe ich eine Wahl! Mein Kind bleibt hier bei mir, sonst werde ich …

Sgt. Taybert: Ma´am! Wenn Sie nicht sofort beiseite treten, holen wir ihn selbst. Haben Sie das verstanden? … Legen Sie das Messer weg, Ms. Sherman. Ich bitte Sie nicht noch einmal.

Darlene Sherman: Nein! Raus aus meinem Haus! Dalton ist krank, das ist alles! Er wird wieder gesund werden! Sie können ihn nicht einfach mitnehmen, wie die anderen! Das lasse ich nicht zu! …

Sgt. Taybert: Corporal Gibbons, holen Sie einen Leichensack. Private Zeleski, holen Sie das Kind.

Taktikteam-Terminal

Sgt. Jake Bianchi

02.11.76: Wir wurden heute nach Appalachia abkommandiert, um die Stadt Huntersville unter Quarantäne zu stellen. Laut Taktikteam sollten wir auf nur minimalen Widerstand stoßen, nicht mehr als kleine Handfeuerwaffen. Wir haben den Befehl, aufgrund irgendeiner Virusinfektion streng gemäß dem vollen Eindämmungsprotokoll vorzugehen.
Angeblich könnte sich das Ganze zu einer potenziellen Pandemie entwickeln, falls es jemanden gelingt, aus Huntersville zu fliehen. Wir haben Schutzanzüge zugeteilt bekommen, die wir über unseren Kampfanzügen tragen sollen.
Hoffentlich wird das ein unkomplizierter Einsatz, bei dem die Weißkittel die meiste Arbeit stemmen.

04.11.76: Sind heute in Huntersville eingerückt. Wir wurden sofort dem Kommando von „West Tek“ unterstellt, einem zivilen Biotech-Unternehmen, das hier in der Nähe eine Niederlassung hat. Keine Ahnung, wieso das Oberkommando diesen Spinnern vertraut, aber Befehl ist Befehl – sie zeigen, wir schießen.
Haben den Tag damit verbracht, Straßensperren auf der Hauptstraße zu errichten, die mitten durch die Stadt verläuft. Seltsam ist nur, dass ich bisher keine Menschenseele im Freien gesehen habe. Laut Pvt. Gabesman hat West-Teks Sicherheitsdienst schon alle Stadtbewohner in ihren Häusern unter Quarantäne gestellt. Wir sollten dafür sorgen, dass sie dort bleiben.

05.11.76: Letzte Nacht war übel. Wir hatten den Befehl, eines der zivilen Häuser zu stürmen und eine männliche Zielperson zu extrahieren. Ich habe ihn nur flüchtig gesehen, aber Gabesman meinte, er wäre deformiert gewesen und etwas hätte nicht mit seiner Haut gestimmt. Ich habe allerdings seine Stimme gehört, sie war ein tiefes Knurren – mehr Tier als Mensch.

Als wir versuchten, ihn zu extrahieren, sprang uns eine schreiende Frau mit einem Küchenmesser an. Sanderson hat die Nerven verloren und sie mit einem einzigen Schuss getötet. Vielleicht haben wir ihr einen Gefallen getan.

07.11.76: Wir empfangen Berichte, dass die Stadtbewohner langsam wahnsinnig werden und das Virus ihr Äußeres verändert. Sie stürmen die Barrikaden, greifen unsere Männer an – sie verhalten sich nicht mehr wie Menschen.
Es ist auch kaum vorstellbar, dass diese … Dinger mal welche gewesen sein sollen. Ich weiß nicht, was West-Tek hier draußen treibt, aber ich habe langsam den Verdacht, dass sie diese Leute als Versuchskaninchen missbraucht haben.
Warum zur Hölle müssen wir hier die Drecksarbeit übernehmen? Das kann nicht sein und ich habe vor, der Sache auf den Grund zu gehen.

Sgt. Orlando Garret

09.11.76: Ich bin hier, um Sgt. Bianchi zu ersetzen, der aus dem Dienst entlassen wurde. Laut dem Bericht der Militärpolizei werden Sgt. Bianchi drei Dinge angelastet: grobes Fehlverhalten, Pflichtversäumnis und Insubordination.
Er wird zu unserem vorgeschobenen Lager außerhalb von Huntersville zurückversetzt und anschließend zur offiziellen Verurteilung ins Hauptquartier überführt. In der Zwischenzeit ist es meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass diese Quarantäne-Operation in Huntersville glatt verläuft, und West-Tek so zuvorkommend wie möglich zu helfen.

Nina Benchley´s Notiz

Ich kann hören, wie sie gegen die Tür schlagen und versuchen, nach drinnen zu kommen. Sie haben sich meinen Vater geholt, meine Mutter erschossen, und jetzt haben sie es auf mich abgesehen.
West-Tek und das Militär verwandelten unsere unschuldige Stadt in einen grauenhaften Ort. Ich weiß nicht, womit sie die Luft oder das Wasser vergiftet haben, aber alle sind krank – alle verändern sich.
Für mich ist es längst zu spät. Verschwinde so schnell wie möglich! Solange du es überhaupt noch kannst!

Gail Meyer´s Terminal

04.06.75: In Huntersville geht es langsam bergauf. Wir erhalten nun seit drei Monaten Ländliche Entwicklungsförderung von der Regierung und haben bereits ein brandneues Wasseraufbereitungssystem und neue Abwasserkanäle. Die Tage des dreckigen Wasser sind endlich vorbei.
Thomas McDevitt von den Farmen hat sogar gemeint, dass sie die neuen Wasserleitungen an sein Bewässerungssystem anschließen. Ich bin nicht sicher, wie wir diese Förderung an Land ziehen konnten, aber unsere kleine Stadt erhält nun endlich den Aufschwung, den sie gebraucht hat.

20.08.75: West-Tek hat gerade die Konstruktion des Laborgebäudes außerhalb der Stadt abgeschlossen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich den Tag noch erleben würde, an dem ein großes Unternehmen es überhaupt in Erwägung zieht, eine Zweigstelle bei uns zu errichten. Wir haben viel Verkehr von uns zur Anlage und die Leute geben ihr Geld bei uns aus.
Ich überlege sogar, eine Bäckerei aufzumachen, um frische Kekse und Brot zu verkaufen. Die Zukunft sieht rosig aus für das gute alte Huntersville!

20.12.75: Die Feiertage stehen vor der Tür und bisher lief alles gut. Ich habe den Grundstein für meine Bäckerei gelegt und hoffe, dass ich sie im Frühjahr nächsten Jahres eröffnen kann.
West-Tek hat einiges in die Stadt investiert und sich Testrechte auf ein paar unserer Farmen erkauft. Bin nicht sicher, woran West-Tek arbeitet. Jedes Mal, wenn ich einen der Mitarbeiter darauf anspreche, machen sie dicht oder ignorieren mich einfach. Großstädter, pah.

16.02.76: Der Monat war hart. In der Stadt sind einige Leute krank geworden, haben wohl eine Art Grippevirus oder Ähnliches erwischt. Thomas McDevitt meinte, er würde mal zu West-Tek fahren und fragen, ob deren Ärzte uns aushelfen können.
Keine Ahnung, was los ist, aber hier ist es inzwischen deutlich stiller geworden. Der Verkehr von West-Tek stadteinwärts ist komplett versiegt.
Wie viel Pech kann man eigentlich haben? In einem Monat will ich meine Bäckerei eröffnen. Na ja, die Handwerker, die ich dafür angeheuert habe, sind eh alle krank, es wird sich also sowieso verzögern.

25.05.76: Die Krankheit, die hier im Februar ausgebrochen ist, wird immer schlimmer. Dank einem Arzt von West-Tek gab es bisher noch keine Todesfälle. Thomas McDevitt konnte sie offenbar überreden, uns hier zur Hand zu gehen, und sie haben Hilfe geschickt.
Ihr Arzt meint, es bestehe kein Grund zur Sorge, es sei nur ein seltener Grippevirus. Aber welcher Grippevirus macht bitte, dass sich die Haut verfärbt und einem die Haare ausfallen?
Die Leute kriegen langsam Angst. Vielleicht kann ich Thomas McDevitt überreden, sich ins Auto zu setzen und in Charleston oder so noch mehr Hilfe zu organisieren. Da fällt mir ein, dass ich Thomas McDevitt nicht mehr gesehen habe, seit er zu West-Tek gefahren ist.

08.09.76: Ich verstehe nicht mehr, was hier los ist. Die Leute … verändern sich. Sie färben sich … grün und ihre Körper verformen sich. Ich verstehe es nicht – das soll von einem Grippevirus kommen? Das kann doch nicht sein? Der Arzt von West-Tek behauptet, dass das Virus extrem ansteckend ist und hat uns befohlen, zu unserer eigenen Sicherheit in unseren Häusern zu bleiben.
Sie haben draußen sogar Wachen mit Gasmasken postiert, um sicherzugehen, dass wir bleiben, wo wir sind. Was soll ich jetzt machen? Ich habe Angst.

04.11.76: Letzte Nacht habe ich bei den Benchleys von nebenan ein seltsames Tier knurren gehört. Und danach hat Veronica geschrien, da bin ich ganz sicher. Und dann hat jemand einen Schuss abgefeuert. Was zur Hölle ist da passiert? Ich habe die Wache vor meiner Tür danach gefragt, aber der meinte nur, dass die Stadt unter staatlich verordneter Quarantäne steht und ich im Haus bleiben soll.
Ich lade lieber mal die alte Doppelflinte von meinem Mann, sicher ist sicher. Wenn ich sie hochheben kann. Ich fühle mich seit Kurzem ziemlich schwach und habe leichtes Fieber. Ich hoffe, ich habe mir nicht eingefangen, was hier umgeht.

51.99..0: Schreiben tut weh. Finger tun weh aber ich muss weitermachen. Was passiert mit mir? Der Arzt will keinen Hausbesuch machen und ich komme nicht aus dem Bett. Helft uns…

Mehr zum Thema:
Fallout 76 – Spiel und Wirklichkeit: Helvetia
Paterick
Paterick ist der Fallout-Experte des Teams. Er hat sich mit Fallout 3 und New Vegas an der Serie festgebissen und wandert nun auch schon lange durch das Ödland des vierten Teils. In Sachen Überleben gegen Ghule, Raider und Todeskrallen macht ihm so schnell keiner etwas vor.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here