Don’t Starve

Dont Starve

Dont Starve

Ich möchte euch heute eines meiner absoluten Lieblingsspiele vorstellen: Don’t Starve.
Wie der Name schon erahnen lässt, es ist ein Survival Game, bei dem es darum geht, nicht zu verhungern. Aber satt sein alleine genügt nicht. Doch dazu später mehr.

Einfache Grafik im Comicstil

Die Grafik ist einfach und im Comicstil gehalten, aber dennoch sehr schön und stimmig und nicht kitschig. Die Musik ist einfach, und doch atmosphärisch. Sie verändert sich auch nach Situation, beispielweise im Kampf.
Das Spiel an sich ist durch die vielen Gestaltungsmöglichkeiten der Welt und die verschiedenen Charaktere extrem einsteigerfreundlich und durchaus auch für Gelegenheitsspieler geeignet. Man kann es auch immer und jederzeit ausschalten, da es automatisch speichert. Der Nachteil ist aber natürlich, dass man keine alten Spielstände laden kann, wenn man einen Fehler gemacht hat oder gar gestorben ist. Aber genau das macht auch den Reiz des Spiels aus.

Dont Starve
Rohstoffe und Nahrung sammeln ist sehr wichtig in Don’t Starve.

Bis zu 15 Charaktere spielbar

Mittlerweile gibt es bereits zwei DLCs, also Erweiterungen zum Grundspiel von Don’t Starve. Dadurch kann man bis zu 15 verschiedene Charaktere spielen. Alle haben verschiedene Fähigkeiten und damit verschieden Stärken und Schwächen. Manche werden durch Erfahrungspunkte freigeschaltet (die gibt es wenn ihr endgültig gestorben seid, abhängig davon, wie lange ihr überlebt habt), andere können im Spiel gefunden werden, bzw. man muss gewisse Aufgaben lösen um sie freizuspielen. Ich spiele am liebsten entspannt und erforsche die Welt, deshalb spiele ich meistens Charaktere, die keine gravierenden Nachteile haben und möglichst lange überleben können.

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Wilson ist der erste Charakter in Don’t Starve.

Mittlerweile gibt es zwei Erweiterungen

Wie gesagt, es gibt das Grundspiel und zwei Erweiterungen, „Reign of Giants“ und „Shipwrecked“. Keine Sorge, ihr müsst nicht viel Englisch können, die Charaktere kommunizieren zwar mit dem Spieler, aber nur sehr wenig und noch weniger davon gibt Hinweise auf bevorstehende Ereignisse, wie beispielweise einem Monsterangriff.

Zu Beginn müsst ihr wählen, ob ihr nur das Grundspiel spielen wollt, Reign of Giants, was eine Erweiterung des Grundspiels ist (ihr habt einfach mehr Möglichkeiten, es gibt neue Items und neue Monster etc.) oder ob ihr Shipwrecked spielen wollt. Letzteres verschlägt euch in eine neue Welt voller Inseln, zwischen denen ihr hin und her fahren könnt. Für Einsteiger empfiehlt sich eher Reign of Giants, um die Mechaniken kennenzulernen und alles einmal auszuprobieren.

Überleben heißt nicht nur nicht verhungern

Auch wenn der Titel es glauben lässt, aber nicht zu verhungern ist schon fast das einfachste in diesem Spiel. Nachts fürchten sich die Charaktere vor der Dunkelheit und benötigen eine Lichtquelle. Dennoch verlieren sie immer etwas Verstand, den man aber durch verschiedene Gegenstände, Nahrungsmittel oder durch neue Erfindungen wiedererlangen kann.

Die Monster im Spiel sind nicht alle lieb und freundlich, sondern greifen den Spieler oft an. Manche sind passiv und wehren sich nur, wenn man sie für Nahrung erlegen will, andere sind aggressiv und man sollte sich ihnen nur vorsichtig und entsprechend gerüstet nähern.

Im Grundspiel gab es nur zwei Jahreszeiten, mit Reign of Giants wurden es vier. Somit kann der Charakter an Hitze sterben oder erfrieren. Man hat also wirklich viele Möglichkeiten, in diesem Spiel zu sterben.

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Kochen am Lagerfeuer.

Wie man es schafft, nicht zu verhungern

Nun, das ist im Grunde relativ einfach und doch manchmal ziemlich schwer. Die Welt ist voller Nahrung, jedoch ist sie nicht immer ohne weiteres genießbar. Gewisse Dinge, wie beispielweise Pilze oder rohes Fleisch, müssen erst gekocht werden, damit man möglichst wenig Schaden nimmt. Einige Nahrungsmittel wachen auch nach (Beeren zum Beispiel), andere nicht (Möhren oder Süßkartoffeln). Auch Tiere können erlegt werden um Nahrung und andere Materialien zu gewinnen.

Als erstes erkundet man ein wenig die Welt und sammelt, was man findet. Dann entscheidet man sich für einen strategisch guten Platz, um dort seine Basis aufzubauen.

Man kann dann Farmen bauen, auf denen Gemüse angepflanzt wird. Die Samen dazu liefern Vögel, die sie herumliegen lassen. Oder man hält einen Vogel im Käfig und füttert ihn mit dem Gemüse, das man anbauen möchte, dann erhält man meistens zwei Samen dieser Sorte. Auch können beispielsweise Beerenbüsche ausgebuddelt und woanders wieder eingebuddelt werden.

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Meine Basis in Don’t Starve.

Da viele Nahrungsmittel nur eine kurze Haltbarkeit haben, sollte man sie kochen (Achtung, manchmal verringert sich dadurch aber auch die Haltbarkeit!), Trocknen (geht vor allem mit Fleisch) oder sie in einem Kühlschrank aufbewahren.

Auf der ganzen Welt verteilte Wurmlöcher machen das Reisen an weit entfernte Orte leichter, aber man verliert immer etwas von seinem Verstand. Von daher sollte man davon absehen, die Wurmlöcher zu oft zu benutzen und möglichst immer etwas dabei haben, um seinen Verstand wiederherzustellen. Zudem sollte man nie unbewaffnet auf Reisen gehen, da die Welt voller Gefahren ist.

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Die „Sanity“ ist viel zu niedrig, der Charakter sieht Monster an jeder Ecke.

Allgemeines zum Grundspiel und Reign of Giants

Im Grundspiel gab es nur zwei Jahreszeiten, Sommer und Winter. Der Sommer war die angenehme Jahreszeit, mildes Klima, ab und zu Regen und Gewitter, alles ist sehr gut gewachsen. Das hat sich mit Reign of Giants geändert. Es gibt mittlerweile vier Jahreszeiten, wobei der Sommer so richtig heiß werden kann. Wer nicht vorsorgt und sich kein Eis oder keine Wassermelonen auf Vorrat gelegt hat (dazu kann man sich einen Kühlschrank bauen), der muss seine Aktivitäten oft in die Abendstunden oder die Nacht verlagern. Natürlich helfen auch Sonnenschirme und Strohhüte und diverse andere Gegenstände.

Reign of Giants hat auch neue Biome (Landschaften) und verschiedene neue Gegenstände und Monster mitgebracht. Außerdem wurden neue Pflanzen und Tiere, wie beispielweise Waschbären eingeführt.

Insgesamt kann man Reign of Giants aber als eine Ergänzung des Hauptspiels betrachten, denn dieses DLC erweitert nur das bereits bestehende Spiel, anders als Shipwrecked.

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So kann die Welt beispielsweise aussehen. Sichtbar ist nur der bereits erforschte Teil.

Shipwrecked: Gestrandet in der Südsee

Zwar werden die Spielmechanismen in Shipwrecked beibehalten, aber es ist auf den ersten Blick klar, dass Shipwrecked etwas Eigenes ist. Man hat keinen Zugang zum Festland, auf dem das Grundspiel und Reign of Giants spielen und nur wenige bekannte Biome finden sich auch auf den vielen Inseln wieder.

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Walani ist einer der neuen Charaktere aus Don’t Starve Shipwrecked.

Man sammelt also Materialien und baut sich ein Floß und später Schiffe, die man mit Segeln und Lampen und weiteren Dingen ausstatten kann und erforscht die Südsee.

Auch hier gibt es vier Jahreszeiten, aber natürlich nicht die bekannten aus den gemäßigten Zonen sondern eher tropische. Mild (Herbst), Hurrikan-Saison (Winter), Monsun (Frühling) und die Trockenzeit (Sommer).

Selbstredend, dass sich in den Tropen auch Affen und Wasserbüffel und Palmen, aber keine Tannenbäume oder Kaninchen finden. Außerdem muss bei der Wahl seines Lagers darauf geachtet werden, dass man weit genug weg ist vom Meer, damit einen die Flut nicht erwischt und dass man auch nicht in der Nähe von Magmafeldern lebt. Denn in der Südsee gibt es auch einen Vulkan!

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Die Welt besteht nur aus Inseln.

Erschaffe deine eigenen Regeln

Sobald man sich entschieden hat, wen und was man spielen möchte, kann man noch die Welt seinen eigenen Wünschen anpassen. Man kann die Größe wählen, die Länge der Tage und der Jahreszeiten, die Menge bestimmter Rohstoffe und ob es Monster geben soll oder nicht und wenn ja, wie viele.

Ich spiele am liebsten ohne Monster, denn sie sind oft nicht leicht zu besiegen und ich bin als Frau doch irgendwie weniger Jäger sondern eher Sammler. Mir persönlich macht es am meisten Spaß, wenn ich ohne große Sorgen die Welt erforschen kann, neue Gegenstände erlerne.

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Walani ist ein eher einfach zu spielender Charakter.

Wer die Herausforderung mag, kann seine Welt gefährlicher und mit weniger Nahrung, dafür mehr Gegnern erschaffen. Man kann kurz Tage und lange Winter wählen oder wie ich, eher lange Tage und kurz Extremjahreszeiten.

Obwohl ich mittlerweile über 180 Stunden Spielzeit aufzuweisen habe, habe ich zum Beispiel noch nie die Höhlenwelt komplett erforscht, habe im Challenge-Mode (man findet ein Tor in eine Welt voller Herausforderungen, in die man nichts mitnimmt) nicht alle Charaktere freigespielt und noch nie alle erlernbaren Gegenstände erlernt. Wie man sieht, kann man in dem Spiel also wirklich unglaublich viel Zeit verbringen, ohne sich zu langweilen. Und einen kleinen Trost bezüglich der fehlenden Möglichkeit, vorherige Spielstände zu laden: Es gibt Orte, an denen man wiederbelebt werden kann. Man stirbt als bestenfalls nicht nur einmal, sondern bekommt hin und wieder auch eine zweite Chance. Oder eine dritte.

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Tanja
Tanja ist Jahrgang 1981 und bloggt selbst auf Die Prüfkiste. Ihre Hauptthemen sind Produkttests und Gaming, da Sie selber sehr gerne und viel zockt. Neben Don't Starve spiele Sie sehr gerne und viel Terraria (rund 500 Stunden Spielzeit) und RPGs und World of Warcraft (allerdings nur noch casual).

3 Kommentare

  1. Hört sich nicht nur nach einem spiel mit Suchtfaktor an, sondern nach einer eigenständigen umsetzung grosser Teile der ideen hinter minecraft.

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