Fallout 4 - Boston Common - Swanns Teich
Bis zum Pavillon und nicht weiter!
Fallout 4 - Boston Common - Swanns Teich
Bis zum Pavillon und nicht weiter!

Bezirk Boston Common – Mittelpunkt der Stadt und ein Touristenmagnet der Vorkriegszeit. Doch davon fehlt im Jahr 2287 jede Spur. Ganz im Gegenteil, der einst so idyllische und gut besuchte Park gleicht heute eher einem Friedhof und überall wurden Warnschilder aufgestellt. Keine Frage, dieses Gebiet meidet man lieber, aber warum eigentlich?

Könnte es an der dort herrschenden Strahlung liegen? Netterweise wurde der Musikpavillon zum Endlager für Atommüll auserkoren und strahlt nun fröhlich vor sich hin. Schauen wir uns trotz RAD aber näher um, dann entdecken wir eine zerfetzte Nachricht, die da lautet:

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Ich glaub immer noch, dass ihr verrückt seid. Wollt ihr wissen, wie ich es machen würde? Ich würde an der nördlichen Seite und dann schnell am Musikpavillon vorbeigehen. Wenn ihr schnell genug seid, könnt ihr vielleicht eine Verteidigung aufbauen, bevor er euch bemerkt. Wenn ihr es schafft, euch dort zu verschanzen, habt ihr vielleicht genügend Deckung, um länger als er durchzuhalten. … GEHT NICHT IN DEN TEICH.

Na das macht doch Hoffnung. Lassen wir den Teich also schön links liegen und gehen weiter… Eine Leiche, an einem Baum gelehnt. Gänsehaut – dieser Raider hatte wohl Bekanntschaft mit dem gemacht, was auch immer hier Angst und Schrecken verbreitet. Eine Nachricht? Was steht drauf?

Das ist kein Witz, Kath. Er ist da draußen – ich hab ihn gesehen. Hat Davies` Kopf sauber abgetrennt. Der Junge konnte nicht mal seine Waffe ziehen. Lass es sein. Ein Mädel wie du hat … Zukunft. Wirf nicht alles …

Gefahr! Gefahr!

Schauder! Schleichen wir mal lieber vorsichtig weiter… Da, noch ein Toter. Er hatte es wohl fast aus dem Park geschafft. Und auch er hatte eine interessante Nachricht bei sich:

Du weißt, wie sehr du mir fehlst. Aber es ist zu gefährlich. Wenn du in Diamond City bleibst, bist du zumindest in Sicherheit. Falls dein Entschluss wirklich feststeht, sei vorsichtig. Reise nachts. Bleib beim Fluss. Und was immer du auch tust, geh nicht ins Common.

Das “Common” ist also “berühmt und berüchtigt” und wird deshalb so gut es geht sogar von Raidern gemieden. Doch nun möchte man schon endlich wissen, was hier eigentlich los ist. Am Teich ist ein Bootshaus, das könnte man sich ja mal vorsichtig anschauen… Oh, was liegt denn da, ein Holoband – hierauf haben flüchtende Raider wohl ihre letzten Momente aufgezeichnet…

… sind wir sie los? … Puh. Wir haben es geschafft, Marle. Wir haben es geschafft. Warum haben sie uns gehen lassen? Keine Ahnung. Lass uns weiter. Warte. Das Common. Du weißt, was das Common ist, oder? Oh Gott … Marle, pass auf!

Ach du Sch…! Was für ein Schrei am Ende des Bandes. Das geht durch Mark und Bein. Hier muss eine ganz entsetzliche Kreatur ihr Unwesen treiben und ihr zu Hause ist scheinbar der Schwanenteich

Ein einziges Boot ist noch intakt.

Doch drehen wir die Uhr um ein paar Jahrhunderte zurück. Ein ruhiges Wasser, umgeben von Bäumen und Blumen, viele glückliche Menschen und ein Schwanenteich – auf dem man mit Schwanenbooten ruhig und friedlich die herrliche Umgebung genießen konnte…

Ein Schwanenboot existiert bis zum heutigen Tag – nebst einer Holobandaufzeichnung – ein Zeitzeuge berichtet von einer längst vergangenen Welt:

Langsam wird es lächerlich, ich mein es ernst. Die Zusammenlegung des Common und Public Garden war bitter genug, aber ich habe es akzeptiert. Was soll ich auch tun, gegen die Bauunternehmer kämpfen? Aber der Schwanenteich ist jetzt viel zu klein. Die Boote stoßen täglich zusammen. Es ist eine bessere Pfütze. Aber was weiß ich schon. Ich bin ja nur der Gartenpfleger des kleinsten Gartens. Eigentlich kann ich genau so gut zu Hause bleiben. Mein eigener Garten ist größer. Und ich habe sogar Paprika und Gurken. Und kein Tourist steht enttäuscht in der Gegend rum.

In den Jahren vor dem Krieg – man wusste das dieser unausweichlich bevorsteht – wurde fleißig aufgerüstet und man forschte und forschte und forschte… Wie uns allen bekannt ist, auch mit sogenannten FEV-Viren, mit denen man sich Supersoldaten im Kampf gegen den mächtigen Feind “züchten” wollte.

Diese Forschungs-Experimente nahmen Ausmaße an, wie man sich diese nur schwer vorstellen konnte. So stellte man z. Bsp. auch Kriminelle vor die Wahl: Strafe oder Tests. Sämtliche Risiken wurden natürlich verheimlicht und das Ganze gut “verkauft”, damit sich auch zahlreiche Probanden freiwillig zur Verfügung stellten. Zu spät erkannten diese, worauf sie sich eigentlich eingelassen hatten…

So muss es auch einen gewissen Edgar Swann ergangen sein. Denn in dem notdürftig zusammengeflickten Bootshaus finden wir im Jahr 2287 Auszüge aus seinem Tagebuch…

Tag 1

Ich hab ein paar Zigaretten geklaut. Ganz schlimm. Hier haben zwar die Klugscheißer das sagen, aber die können auch nicht einfach alles machen. Ich habe Rechte. Letztendlich lief es dann ganz gut. Sie haben einer “Bewährung” zugestimmt – ich bleibe einen Monat drin, schreibe jeden Tag was, und sie bringen mir so viel Essen und Wasser, wie ich will. Halten die das für eine Bestrafung? Ist auf jeden Fall besser, als jeden Tag die Böden zu schrubben.

Tag 6

Ich hätte wissen müssen, dass was nicht stimmt, als sie weitere Tests durchführen wollten. Jeder einzelne Knochen in meinem Körper tut weh. Ich bin ständig gereizt. Nervös. Kann kaum schreiben. Aber meine Gedanken rasen. Verdammt, was ist da los? Was haben die mit mir gemacht?

Tag 14

Meine körperliche Entwicklung scheint sich stabilisiert zu haben. Laut dem medizinischen Team hat sich meine Muskelmasse seit dem Beginn des Experiments mehr als verdreifacht, und auch meine neurale Effizienz ist jetzt wesentlich höher. Diese Art der modifizierten FEV-Viren ist bislang ein beachtlicher Erfolg – anscheinend stellen sich bei mir alle erwarteten Vorteile ohne die typischen Nebenwirkungen ein. Meine Bewerbung für den Beitritt zum Forschungsteam muss noch vom Direktor genehmigt werden. Obwohl wahrscheinlich noch weitere Tests nötig sind, hoffe ich, in den kommenden Tagen mit meinem eigenen Experiment behilflich sein zu können.

Tag 21

Die Anfälle gehen weiter. Nach dem zweiten am heutigen Morgen wurde ich für weitere Untersuchungen zurück ins Beobachtungslabor verlegt. Meine Prognose ist schlecht. Ich habe es selbst herausgefunden. Die Virenart, mit der ich infiziert wurde. ist von Grund auf instabil. Meine geistigen Fähigkeiten hatten vor zwei Tagen ihren Höhepunkt erreicht und sind seitdem rapide schlechter geworden. Das ist erst der Anfang. Werden sie mich rauswerfen wie all die anderen?

Letzte Notiz und das Ende vom Menschen Edgar…

Natürlich wurde Edgar Swann rausgeworfen. Das Experiment ging auch bei ihm – wie bei allen anderen – schief. Als die Bomben fielen irrte der mehr und mehr mutierende Edgar durch die Straßen von Boston. Warum er sich dann ausgerechnet im Schwanenteich des Boston Common niedergelassen hat, ist vielleicht nur ein Zufall – jedenfalls war das Ergebnis der ganzen Experimente ein schrecklich wütender Supermutant, mit irren Kräften oder anders: ein bzw. DAS Ungeheuer von Boston Common!

Fallout 4 - Boston Common - Swanns Teich - Swann
Supermutant “Swann”
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Paterick

Paterick ist der Fallout-Experte des Teams. Er hat sich mit Fallout 3 und New Vegas an der Serie festgebissen und wandert nun auch schon lange durch das Ödland des vierten Teils.
In Sachen Überleben gegen Ghule, Raider und Todeskrallen macht ihm so schnell keiner etwas vor.

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